Buchbetrachtung: Omer Kalender von Hana Gross

Buchbetrachtung: Omer Kalender von Hana Gross

Zusammenfassung

Der Omer Kalender.

In einer Woche beginnt schon wieder Pessach und mit Pessach auch das Omerzählen bis Schawuot. Doch bisher war der deutschsprachige Markt, nun ja, etwas mager vielleicht. Persönlich begnügte ich mich mit (englischsprachigen) Apps, um überhaupt daran zu denken. Auf Instagram veröffentlichte Annette Böckler dann noch zu Covid-Zeiten ein tägliches Omerzählen. Allerdings: Was tut man, wenn man Instagram kaum noch öffnet? Es gar nicht mehr installiert hat?

Hana Gross, eine liebe ehemalige Kollegin, die ich über SchumZoom quasi wiederfand, hatte auf Instagram ebenso öfter (jüdische) Gedanken zur Meditation und Yoga veröffentlicht, auch zum Omer. In diesem Jahr nun hat Hana mit oder bei Annette ein Buch herausgebracht, das uns ohne App und ohne Internet dem Zählen mit Shavuot folgen lässt: Omer Kalender. 49 Meditationen zu spirituellem Wachstum. Klar, dass ich es mir gekauft habe.

Das Buch ist größer als ich erwartete, mit 17×17 cm liegt es gut in der Hand und folgt dem gleichen Muster für jeden Tag:

Buchbetrachtung: Omer Kalender von Hana Gross

Links der passende Segen für den passenden Tag, das Tagesthema auf Hebräisch, Deutsch und Transkription, auf der rechten Seite eine Erläuterung des Themas, ein Satz des Tages und ein paar Sätze zum Nachdenken. Die Möglichkeit, Notizen einzufügen, gibt es auf jeder Seite.
Zudem wird man nicht einfach in die neuen Wochen geworfen, sondern findet auch hier zu Beginn jedes neuen Wochenthemas ein eine Erläuterung. Gut geschrieben, leicht zu lesen und nicht zu viel.

Buchbetrachtung: Omer Kalender von Hana Gross

Was mit gut am Buch gefällt, ist, dass man ohne große Vorbereitung damit arbeiten kann. Sprich, auch Menschen, die noch nie Omer gezählt haben, können hier problemlos starten. Das Buch hat inhaltlich und sprachlich keine Barrieren. Durch die Transkription können auch jene, die Hebräischen Teile lesen, ohne zu flüssig im Hebräisch lesen zu sein oder es gar nicht zu können. Persönlich finde ich auch die hebräische Schriftart schön ausgesucht. Das einzige, was ich nicht zu sehr mag, betrifft auch somit nur eine Frage der Grafik, es sind schlicht zu viele Schriftarten, die etwas Unruhe hineinbringen. Da hätten weniger mehr gemacht. Aber das ist da nicht inhaltlich wirklich ein Luxusproblem und vor allem sehr subjektiv.

Ich jedenfalls freue mich in diesem Jahr auf das Omer-Zählen fokussiert auf das Nötigste. Und dass im Buch ganz vorn steht „Zum jüdischen Jahr – Band 1“ lässt doch auf mehr hoffen, dass in nächster Zeit deutschsprachig beim Jüdischen Verlag für Gemeindeliteratur erscheinen wird.


OMER-KALENDER.
49 Meditationen zu spirituellem Wachstum

Hana Gross
Jüdischer Verlag für Gemeindeliteratur
144 Seiten
18,80 € (D)
ISBN: 978-3-949819-21-6


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