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Eine Stadt der Ruhe

Es gibt diese Zeit in Berlin, diese Sommerzeit, in der es still wird. Es scheint, als wäre die Stadt schon im Urlaub und die Touristen noch nicht da. Dieser Tage ist wieder diese Zeit, in der alles stiller zu sein scheint, entspannter, freundlich, mediterran geradezu.

Ich liebe Berlin in diesen Stunden, in denen Du entspannt durch die Stadt fahren kannst, nicht geschnitten wirst, weil kaum ein Auto fährt. Diese Stunden, wenn Du die Vögel hörst. Die Bäume riechst. Ihr Laub raschelt. Wenn sich alles vor dem nächsten Ansturm zu entspannen scheint. Und ich frage mich, wo jedermann ist. Schauen sie fern? Die Biergärten und Balkone sind spärlich besetzt. Die Museen schon lang geschlossen. 
Sollen man nicht an diesen seltenen Sommerabenden die Stadt genießen, bevor all das kommt, was zu einer Großstadt, die auch gern Metropole wäre, gehört. Diese wenigen Momente, in denen Berlin noch den Berlinern gehört. Es sind diese Augenblicke, in denen ich mich immer wieder in Berlin verliebe. In denen ich spüre, dass es noch da ist, das Herz der Stadt, dass es noch leise schlägt. Man muss nur ganz genau zuhören, dann hört man es. Jetzt, wo es so still ist. Wer weiß schon, wie lang uns diese Stille bleibt.

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