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Ausstellungsrundgang: WEST:BERLIN

Am vergangenen Donnerstag, eine Woche nach Eröffnung der Ausstellung WEST:BERLIN war es also soweit, endlich mal wieder ein MuseUP.

Zunächst ging es aber, ganz entgegen dem Titel in den Osten, ins Nicolaiviertel zum Ephraim Palais, dessen Geschichte allein schon einen eigenen Beitrag wert wäre. Sticht es doch noch heute so heraus an der riesigen Stadtstraße, die doch mehr Autobahn ist.

Die Ausstellung an sich nimmt das gesamte Haus über alle Etagen ein. Allerdings sieht man innen nicht viel vom Palais selbst, das Treppenhaus gibt eine Ahnung. Allerdings wäre es auch Fehl am Platzte, geht es doch hier und heute um eines: Westberlin.

Innerhalb kürzester Zeit ist es den Ausstellungsmachern gelungen, Kuriositäten, Kunstwerke, Fotografien, Videos, Musik zu einem Gesamtbild zusammenzustellen. In dem zwar auch viel fehlt, das aber genug Bild gibt, einen kleinen Eindruck über diese Insel im Meer des Graus zu bekommen. Selbst für mich, die ich zu jung gewesen wäre und sowieso bis 89 für einen Besuch mit dem Leben bezahlt hätte, fand sie Vieles, was die Erinnerung wieder erweckte. Auf die Tweets während des MuseUps kamen auch Reaktionen von alten Westberlinern, die Lust gemacht hätten, mit ihnen die Ausstellung zu besuchen. Vielleicht gelingt es ja noch.

Es ist eine Ausstellung, die vor allem eines möchte: unterhalten. Zwar gibt es geschichtliche Rückblicke, warum und wieso überhaupt Westberlin? Weshalb ist die Insel entstanden, wie wurde sie versorgt, doch schienen mir die Kapitel doch eher in den Hintergrund zu treten zwischen all dem „Ah, kuck mal, weißte noch?“

Eine Ausstellung der Bilder, der Objekte und der Musik. Eine Ausstellung, die Spaß macht und in all dem Mauerfalltaumel auch ein Denkmal setzt für eine Stadt, die es auch nicht mehr gibt. Eine Stadt, in der es wunderbar gewesen sein musste, jung zu sein.

Doch nun, statt vieler Worte, einfach noch ein paar Schnappschüsse. Und danke an das Team von WEST:BERLIN, dass wir an diesem Abend fotografieren durften.

BERLIN BLEIBT FREI. Rolf Goetze: 1. Mai Kundgebung auf dem Platz vor dem Reichstag, 1959
Mit dem Fahrrad durch die DDR. Einreise mit dem Rad in die DDR war eigentlich verboten, aber es gab Tricks.

Nilpferd Knautschke darf natürlich nicht fehlen.

Die Ausstellung läuft noch bis 28. Juni 2015, Montags ist sie geschlossen, jeden ersten Mittwoch im Monat gibt es freien Eintritt, sonst 7,-, erm. 5,- €. Und für die arbeitenden Berliner: Am Mittwoch ist sie auch bis 20 Uhr geöffnet! Unbedingt hingehen, es lohnt sich!

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