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Kleine Rückschau zu CodingDaVinci

Schon einiges wurde geschrieben zum Abschluss des Kultur Hackathons am vergangenen Sonntag. Ich konnte mich ja auch kaum auf Twitter zurückhalten mit meiner Begeisterung über die phantasievollen Ideen, die dort aus offenen Kulturdaten produziert wurden. Hier auch der/die/das passende Storify für den Tag:

Mein persönlicher Favorit, allein schon wegen des Spielfaktors ist der Cyberbeetle. Entstanden u.a. aus Daten des Naturkundemuseums. Wie gern würde ich dort arbeiten….Hier also ein kleines Käfervideo:

Nun aber zu den Dingen, die eigentlich relevant für mein „Thema“ hier sind. Besonderer Beliebtheit scheint sich die NS-Buchverbotsliste erfreut zu haben. Hier gingen gleich mehrere sehr verschiedene Projekte an den Start. Zum einen für die Twitterer die Lebendige Liste, die täglich via Twitter einen Eintrag dieser Liste veröffentlicht und so die Autoren und ihre Werke im Gedächtnis halten will. Weiterhin eine App zu verbotenen Autoren und ihrer Werke, die bald im Appstore erscheinen soll. Und letztlich das für zehn Wochen Produktion, die all diese Projekte nur hatten die Seite Verbrannte und Verbannte, die mit ihren Visualisierungen und Verknüpfungen wirklich toll geworden ist.
Überrascht hat mich auch die Wiederbearbeitung der Daten des Steinheim Instituts, die mit ihrem Epidat, der Datenbank Jüdischer Grabsteingraphik gern und schon seit langem von mir genutzt wurde, sich aber in all den Jahren nicht verändert hat. Nun ist eine kleine Seite herausgekommen, mit der man per Zufallsgenerator all die Schätze der Datenbank angezeigt bekommen kann. Mit Poetic Relief bekommen sie ein Gesicht und sind hoffentlich eher zugänglich für Menschen, die sich nicht durch Datenbanken klicken wollen. Angezeigt wird der Originaltext des Grabsteins, seine Übersetzung und auch beides nebeneinander.

Es gab viele tolle weitere Projekte, zu Berlin, zu Musik und auch für Kinder. All das sollte man sich einfach mal ansehen. Wirklich empfehlenswert. Wenn danach noch einer sagt, mit offenen Daten würde Schindluder betrieben, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ich jedenfalls war begeistert und versuche nun meine Kollegen ebenso zu begeistern. Stoße zwar an meine Grenzen, denn es ist schwierig, Menschen, die in dieser Welt nicht mal besuchsweise sind, zu überzeugen. Aber es wird…Begeisterung steckt an – hoffe ich.

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