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Spaziergang durch Berlin

Denkmal für die Orthodoxe Synagoge Kaiserstraße (die Straße existiert nicht mehr)

Da denkt man, man kennt Berlin, zumindest in der Innenstadt, kennt die Wege Moses Mendelssohns durch die Stadt, die Kapelle, die heute niemand mehr wahrnimmt…nun ja, es gibt eben doch immer wieder etwas zu entdecken. Um so schöner, wenn man als Berliner Pflanze noch zulernt.

Neulich also ein kleiner Spaziergang, einfach mal zu Fuß zum Termin und da steht ein seltsamer Drahtkasten plötzlich neben den sozialistischen Neubauten. Das Straßennummerschild verrät, dass es damit etwas mehr auf sich hat. Beim Nähergehen dann erschließt es sich.

Draufsicht, Denkmal Synagoge Kaiserstraße

Die Synagoge war mir bis dato völlig unbekannt. Heute liegt der Ort gegenüber des Rieseneinkauftempels „Alexa“, also mitten in der Stadt. Sucht man im Internet findet man die Seite der Wohnungbaugesellschaft Mitte, die verrät, dass ein Mieter die Geschichte herausgegraben hat. Schön ist das. Besonders auch, dieses einfache kleine Erinnerungszeichen ohne Brimborium und ohne zigtausende Euro Kosten. Ich habe wieder etwas gelernt, über meine Stadt, einen Ort mehr in die Erinnerungstafel eingefügt.

Ein Außenbild konnte ich nicht finden, aber dieses Innenbild, auch auf der Informationseite der Baugesellschaft. Schlicht und offensichtlich mit natürlichem Licht von oben. Das Gegenstück zur Neuen Synagoge…

Synagoge Kaiserstraße, Innenansicht.

Sie wurde zur Pogromnacht verwüstet. Was die Bomben überstand wurde in den 50er Jahren endgültig abgeräumt.

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