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Albtraum

Heute Nacht hatte ich, wie immer wilde Träume. Meistens träume ich von Verfolgung, dass ich umgebracht werden soll, immer weglaufen muss, mich verstecken. Man muss kein Psychoanalytiker sein, um zu wissen, woher das kommt. Doch letzte Nacht war anders.
Ich träumte, dass ich in ein Haus ging, weil ich zum Rabbi wollte, oder zu einer Gruppe Menschen, das weiß ich nicht mehr so genau. Das Haus war wie eine Schule gebaut oder ein Rathaus, wie man diese alten Gebäude hier in Berlin so findet.

Ich hatte mein Fahrrad dabei, wollte es nicht erst groß anschließen, da es ja nur kurz sein sollte. Auf der Suche fielen mir auf einmal die vielen Menschen auf. Frauen bis zu den Knöcheln bedeckt, die Farben bei allen nur grau und schwarz…es waren viele.

Und ich lief da in meinen üblichen Kleidern entlang und hatte ein schlechtes Gewissen, da ich doch wusste, wie man sich an manchen Orten zu kleiden hatte. Gleichzeitig wusste ich aber, dass das nicht so ein Ort war und wunderte mich wiederum. Irgendwann wurde ich angesprochen, dass ich das Fahrrad nicht bei mir zu führen hatte, es wäre Schabbat und bei den Juden….

Das war der Moment, wo im Traum meine Zurückhaltung wich. Ich erklärte, dass man mich nicht belehren müsse. Erstens war nicht Schabbat und zweitens kenne ich mich aus, auch, wenn ich nicht so aussehe, wenn ich nicht in ihr Stereotyp passte. Ich war so wütend, dass ich letztens mit diesem unguten Gefühl aufwachte. Das Gefühl, belehrt worden zu sein, gemaßregelt und falsch eingeschätzt. So eine Woche zu beginnen ist kein Spaß.

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