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Gesucht…

…werden in der Berliner Gemeindezeitung Familien mit jüdischem Vater und nichtjüdischer Mutter. Da Emir dieses Thema auch am Herzen liegt, denn für die Menschen macht es im Alltag außerhalb der Gemeinde wenig Unterschied, ob sie halachisch jüdisch sind oder nicht. Sie sitzen vermutlich noch mehr zwischen den Stühlen, da sie nirgends richtig hingehören können. Für die Außenwelt sind sie irgendwie doch Juden für die jüdischen Gemeinden sind sie es nicht. Nun interessieren sich zwei Frauen für eine Untersuchung zu „Identitätsentwicklung in Familien mit jüdischem Vater und nicht-jüdischer Mutter“ für das Thema. Es bleibt zu wünschen, dass an den Ergebnissen auch die Gemeinden interessiert sind, um sich auch diesen Familien zu öffnen und nicht nur auszuschließen, wie es leider so oft der Fall ist.

Wenden soll man sich an Elisabeth Rödelsperger-Pfeiffer (elisabeth.roedelsperger-pfeiffer(at)fernuni-hagen.de) und Christa Wohl (christa.wohl(at)onlinehome.de), die diese Interviews durchführen – vertraulich natürlich.

2 Kommentare

  1. Anonym Anonym

    Liebe BloggerIn,
    dem kann ich nur aus eigener "leidvoller" Erfahrung zustimmen!
    Was bleibt? Es bleibt nur ein halachisch anerkannter "Eintritt in das Judentum", vorausgesetzt mann&frau findet dafür einen Rabbiner/Rabbinerin und dauert das auch lang. Manchmal sehr lange, wie in meinem "Fall".
    Für die Außenwelt, zumal im "Sozialismus" war ich "jüdisch", wenn das irgendwie "heraus gekommen ist".
    Ich wünsche und hoffe, dass die Gemeinden sich den "Kindern" der jüdischen Väter öffnen würden, alsbald.

  2. Glücklicherweise gibt es inzwischen Rabbiner, die zumindest nicht ausschließen und Kinder integrieren. Mich regt besonders auf, dass Familien mit jüdischen und nichtjüdischen Eltern so beurteilt würden, dass sie ja eh dem Judentum abhanden kämen und es daher auch selten gebilligt wird, in religiös gemischten Partnerschaften zu leben. Nur sehen wir die Sache mal von der anderen Seite! Wenn ich nicht willkommen bin, bleibe ich natürlich auch der Gemeinde nicht erhalten, ergo auch nicht meine Kinder. Ob sie nun halachisch jüdisch sind oder nicht. Ich hoffe auch, dass es besser wird und Ihnen ganz viel Kraft auf dem Weg. Ich hatte zumindest in dem Punkt Glück.

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