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Gedanken zum Neuen Jahr

Nun sind wir endgültig im neuen Jahr angekommen. Alle dürften den gestrigen Fastentag überlebt und am Abend um so mehr gegessen haben. Die Hoffnung auf ein schönes spätsommerliches Sukkot hat sich inzwischen auch zerstreut – aber wenigstens sonnig scheint es zu werden. Sonst dürfen wir neben den Decken und Handschuhen auch wieder die Gummistiefel rausholen. Es gibt Momente im Jahr, da würde ich doch gern wieder in der Wärme leben.
Habe ich Gedanken zum neuen Jahr? Ich habe schon einmal irgendwann geschrieben, dass ich mit dem Konzept des „Lebensbuches“ nichts anfangen kann. Und auch diesmal erwies es sich wieder als Märchen. Der Vater eines guten Freundes ging am vergangenen Freitag endgültig einen anderen Weg. Trotzdem alle, vor allem der Vater selbst, schon sehr lange auf diesen Tag warteten, schmerzt es dennoch. Und er war ein guter Mensch und musste viel zu lange leiden.
Für diesen meinen Freund bedeutet dies aber nun auch ein neues Leben. Ein Leben ohne die Pflege seines Vaters. Wer schon einmal selbst pflegte, weiß, was das Leben danach bedeutet.
Und auch für mich wird dieses Jahr wieder einmal einen Umbruch bedeuten. Heute, fast drei Jahre nach dem Zusammenbruch meines alten Lebens fälle ich Entscheidungen, die nicht nur mit dem Überleben zu tun haben. Dennoch stellen sie meine Lebenspläne auf den Kopf. Aber letztlich wäre es nicht mein Leben, wenn es nicht so wäre. Ich habe Angst vor den nächsten Monaten, vielleicht auch Jahre. Aber ich weiß, wenn ich diese Zeit schaffe, werde ich mich in meiner Zukunft etwas mehr entpannen könne. Gute Aussichten also.
Allen Menschen wünsche ich ein gutes Jahr. Möge jeder das Schöne in diesem Weltenchaos sehen und zum Guten beitragen.

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