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Joodse Huizen – Jüdische Häuser

Wir haben in Deutschland hauptsächlich Stolpersteine, Gedenk- und Erinnerungstafeln, um Häuser und Wohnungen von Juden zu kennzeichnen, die vertrieben und ermordet worden. In diesem Jahr wird man in Amsterdam einen anderen Weg gehen. Am 22. April gibt es in der Amsterdamer Tageszeitung Parool ein Poster und eine Liste mit ehemaligen Adressen jüdischer Amsterdamer Bürger. Wer will kann dann am 4. Mai dieses Poster in die Fenster hängen, um für einen Tag zu kennzeichnen, dass dort einst Juden wohnen.
Was als relativ kleines Engagement begann nimmt jetzt größere Kreise an. Auch das Rathaus macht mit. Da die Niederländer ihre Juden ja sehr gut registriert hatten und die Registrierung den deutschen Besatzern übergaben, konnte so recht problemlos (auch mit Hilfe des Kopfgeldes auf Juden) die jüdische Bevölkerung zum Mord transportiert werden.
Auf der Stippenkaart kann man das „Werk“ des Amtes für Statistik von 1941 „bewundern“. Jeder Punkt (Stip) steht für 10 Juden.
Vielleicht wäre eine solche Aktion für nur einen Tag in Deutschland auch nichts falsches. Abseits des staatlich verordneten Gedenkens…

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