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Ein Film über Freundschaft

Kaum stellte ich dieses wundbare kleine Buch vor, das eine besondere Freundschaft beschreibt, und schon habe ich wieder eine besondere Entdeckung gemacht. So besonders nun auch wieder nicht, da gut beworben. Gut beworben ist aber nicht immer gut.
Heute war ich mal wieder im Kino. Film der Wahl war „Mary & Max„. Ein nicht nur handwerklich wunderbarer Film, der zeigt, dass man auch heute noch mit allen technischen Möglichkeiten manchmal einfach nicht viel mehr braucht, als etwas Phantasie und Knete. Die Figuren sind liebevoll beobachtet und geknetet, selbst die, denen nur ein Kurzauftritt vergönnt sind, sind einfach nur so herrlich gestaltet, als wären sie die Hauptfiguren.

Inhaltlich passt der Film zweifach hier hin, beides vereint in einer Person: Max Horowitz, wie der Name vermuten lässt, Jude, allerdings inzwischen Atheist und irgendwie anders. Das Anders wird im Laufe der Geschichte als Asperger Syndrom diagnostiziert.

Max und Mary beginnen eine eher ungewöhnliche Brieffreundschaft, über eine Altersdifferenz von 36 Jahren, aber sie werden Freunde und bleiben es über 20 Jahre. Gemeinsam wandern sie durch das Leben, das ihnen beiden auf jeweils anderer Art seltsam erscheint. Besonders gelungen in diesesm Film ist, wie das Asperger Syndrom erklärt wird. Max ist einem inzwischen schon sehr sympatisch mit all seinen Macken, die „Diagnose“ dann kann  nicht mehr abschreckend sein.

In letzter Zeit kommen des öfteren Filme auf den Markt, die sich mit psychischen Krankheiten, Behinderungen etc. beschäftigen. Das Thema wurde quasi entdeckt. Und hoffentlich hilft es, Barrieren und Ängste abzubauen. Zu oft tragen die Betroffenen Stigmata mit sich herum und werden ausgeschlossen. Alles nur, weil andere nichts wissen (wollen?)

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