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Sonntagsöffnung – schon wieder

Naja, die Kirchen kümmern sich seltsamerweise intensiver um die Regelungen zur Sonntagsöffnung als darum, dass ihnen die Mitglieder weglaufen.
Ich weiß, dass ich konträr bin zu illusorischen Ideen von Familientagen am Sonntag…Wie dem auch sei, so vermelden die Medien heute, dass auch die Bäderregelung in MeckPom gekippt wurde. Die Kirchen haben geklagt. Warum denn auch, sollte man den Handel, der dort ja nun mal hauptsächlich in der Saison blüht (abgsehen von den ganz großen Bädern) unterstützen? Warum soll man die Möglichkeit bieten, soviel Geld zu verdienen, dass man auch außerhalb der Saison vernünftig ohne staatliche Unterstützung leben kann? Wozu denn? Im Winter sieht man ja seine Familie quasi nie, wenn man zur Not gar keine Arbeit hat, da die Geschäfte nicht überleben können…
Ich bin in Rage, ja. Weil ich es albern finde, überflüssig und illusorisch. Wenn man konsequent sein will und dieser Tag so heilig sei (ich frage mich ernstlich, für wie viele Menschen wirklich), dann schließt auch alle Krankenhäuser, Museen, Theater, Kinos, Kneipen, Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel, Bauernhöfe, Fabriken jeglicher Art usw. DA wird nämlich Sonntags auch gearbeit und kein Mensch schert sich was drum.

2 Comments

  1. Wenn den Kirchen der arbeitsfreie Sonntag so wichtig ist, dann sollten sie das doch modellhaft in ihrem eigenen Bereich vorleben, da wo sie das Sagen haben. Warum wurden denn über Jahre hinweg die Renovierungsarbeiten an der Berliner Marienkirche in schöner Regelmässigkeit am Sonntagnachmittag getätigt. Und werden die evangelischen Akademien jetzt ihre Tagungen am Samstagabend beenden?

  2. Naja, und wenn man bedenkt, dass es in MeckPom knapp 22% Kirchenmitglieder gibt (fragt sich, wie viele aktive) und dann aber auch mal eben knapp 15% Arbeitslose sollte man sich mal die Gewichtung überlegen. Aber als ich diesen selbstzufriedenen Landesbischof sah, war so allerlei klar….

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