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Ich will raus

Draußen wütet der Sturm, übt noch, um heute Nacht heulend durch die Straßen zu pfeifen…oder aber sich zu beruhigen. Man weiß ja nie, Stürme folgen meist nicht dem, was Meteorologen so meinen. Und ja, für mich war heute endlich endlich der erste Tag, an dem ich meine Arbeitswege wieder komplett mit dem Rad zurücklegte. Was für eine Befreiung, Wind im Gesicht und keine Eiszapfen an der Nase als Folge, keine nassen Füße mehr und auch keine Frostbeulen. Endlich nicht mehr auf dem Eis rutschen…ach, ja, einfach schön, frei!
Und damit wächst meine Unruhe noch mehr, meine Unruhe, endlich wieder raus zu kommen. Diesen ganzen langen Winter bin ich schon unruhig, er ist zu lang. Ich sehne mich nach Brandenburg, nach den Flüssen, den Feldern, der Ruhe, den Tieren… Man muss es einfach zugeben, wir haben es schon schön hier in diesem Land. Und Brandenburg ist einfach so wunderbar vielschichtig, so weit. Außer in Mecklenburg-Vorpommern kann man gar nicht so lang radeln oder wandern, ohne jemandem zu begegnen, ohne durch ein Dorf zu kommen. Gut, das kann auch Nachteile haben…aber dennoch.
Und dann…ja, in diesem Jahr ist es auch das erste Mal, dass ich wirklich Urlaub nehmen kann, zumindest im Primärjob ohne Geldeinbußen. Das heißt dann übersetzt, ich werde mich gelegentlich für ein paar Tage in der Woche verkrümeln. Alles aufs Rad geschnallt und weg, einfach raus…entdecken. Meine Liste an Radtouren ist lang, es wird nicht langweilig werden, hoffe ich. Wenn es denn nur endlich losgehen könnte.
Und so lange müssen eben andere reisen oder den Sommer ins winterliche Wohnzimmer bringen. So, wie Dieter Moor z.B. in „Bauer sucht Kultur„…

Uckermark Region.jpg

Blick in der Uckermark auf das Uckertal.
Der Rastplatz Seenblick liegt an dem Radweg zwischen Potzlow und Fergitz. (Daniel Budde)

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4 Comments

  1. Hallo Juna,

    in der Rhön sackt gerade das Thermometer ab. Jetzt ist wieder Zwiebel-Clothing angesagt. Doch in den vorhergehenden Tagen erging es mir ähnlich wie dir: Die Sonne wärmte, ich fühlte mich leichter, fröhlicher, beschwingter. Serotonin.

    Es ist eine karge Gegend, in der ich wohne und die Menschen sind ähnlich karg, doch ich wohne gern hier. Hier hats halt eher kleinere Bäche, an denen man sich mit einem Buch unter einer Weide niederlassen kann. Auch hier kommt stundenlang kein Mensch vorbei, außer man hält einen Schwatz mit dem Schäfer.

    Hin und wieder kommt mal ein Rhönschaf und guggt. Und schwatzt mit mir. Und solch ein kleiner Schwatz gehört zu meinen Glücksmomenten. Daher kann ich deinen Drang nach draußen nachfühlen; es wird allerhöchste Zeit.

  2. Ja, dank Sturm ist es auch erst mal wieder kälter…ich bin so hibbelig…und SChaaaafe. Auf meiner letzten großen Tour hab ich auch so glückliche Schafe entdeckt – einfach schön. Nur Schäfer waren keine da. Aber man kann ja auch mit den Schäfchen plaudern, die freuen sich auch über Besuch. Mäh!

  3. "Ich will raus" – das scheinen auch viele andere Leute so zu spüren. Der Bedarf an Fahrradkarten ist bei diesem kalten Wetter einfach erstaunlich, wenn ich das mal so von der "anderen Seite" her berichten darf … 😉

  4. Hihi, ich war gerade gestern wieder stöbern…aber eigentlich ist das Regal ja eh voll genug und ich fahre zu gern auch ohne Plan los…aber die nächste große Tour will ja auch geplant werden – aber welche nur…mal sehen.

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