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Berlin in Ruhe – und welchen Film man nicht sehen muss

Ja, Berlin ist jetzt wieder, was es immer ist (im Winter) eine ruhige, gemütliche Stadt. Der Sonntagmorgen ist geprägt von Stille…der Pomp wird abgebaut, die lila Taschen sind aus der Stadt verschwunden und mit ihnen all die ach so wichtigen Menschen. Dennoch gab es etwas, was mich gefreut hat: Buhrufe, Pfiffe…. Worum geht es? Um einen Film, der mehrfach sagt, auf einer wahren Begebenheit zu beruhen, mit wirklichen Namen handelt aber die Geschichte, derart verfälscht, dass man eigentlich nur von der Inspiration einer Wahren Geschichte sprechen muss.
Da wird Marian, dem Hauptdarsteller den Nazipropagandafilms „Jud Süß“, eine jüdische Ehefrau angedichtet, um die „Geschichte spannender zu machen“. Dass das gerade im historischen Kontext geradezu skandalös ist…nun, das wurde wohl durch besagte Buhrufe quittiert. Ob nun ein Regisseur mit derartiger Arroganz, die er in den Interviews an den Tag legte, Publikum gewinnt, ich wage es zu bezweifeln… Aber wem Geschichte, nicht spannend genug ist, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen. Und dann den Autoren, auf dessen Biographie über Marian angeblich der Film beruht mit den Worten „Who the fuck is Knilli?“ bedenkt….muss man eigentlich noch etwas sagen? So respektlos, rücksichtslos, wie dieser Mann mit den Menschen umgeht, mit deren Geschichte, so geht er meines Erachtens auch mit den Opfern um.

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