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Ich bin geschockt

Im Holocaust Memorial Museum in Washington hat heute ein Mann einen schwarzen Wachmann niedergeschossen. Der Täter ein mutmaßlicher Neonazi….

Mein erster Gedanke war unwillkürlich: Ohne Waffen wäre das nicht passiert. Aber so einfach ist es nicht, ich weiß das. Wenn man hier eine Waffe „braucht“ kann man auch die bekommen. Dennoch, gleich danach kamen auch die Gedanken daran, was man sich gelegentlich auch als Mitarbeiter im Jüdischen Museum Berlin anhören darf. Ich bin mir sicher, in anderen jüdischen Museen, Einrichtungen wird es nicht anders sein. Verbale Attacken, ohne zu hinterfragen sind an der Tagesordnung… Und irgendwie wirken diese Erlebnisse doch nach. Egal an wen sie gerichtet sind. Man denkt, es ist vorbei…alles gut, das war eine Ausnahme. Aber tatsächlich wird man misstrauischer, empfindsamer auf seltsame Stimmungen…

Was wird dieses Attentat heute bedeuten? Werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden, auch, wenn es ein Einzeltäter war? Wird man mehr um sich sehen, wenn man zur Arbeit geht?… Solche Dinge machen mir Angst. Aber sie werden mich nicht abhalten, mein Leben weiter so zu leben, wie ich es tue…

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