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Abstimmung zum Religionsunterricht…

…ach herrje, morgen ist ja diese Abstimmung pro oder gegen Reli… sehr schön der Kommentar von Henryk Broder dazu gestern morgen auf Radio1.

Jetzt habe ich also noch einen Tag, um mir überhaupt klar zu werden, worum es überhaupt geht. Ich habe selbst nie Reli in der Schule gehabt. Kann mich aber daran entsinnen, dass es an meiner letzten Schule angeboten wurde – allerdings nicht irgendwann am Abend, oder ganz am morgen wie jetzt von den Befürwortern gern angeführt wird. Sondern regulär im Wahlpflichtbereich. Ich hatte eben Bio und andere Reli.

Na, mal sehen, wie das Ganze ausgeht. Schön ist es allerdings nicht, dieses Hauen und Stechen zwischen den „Gegnern“. Die Stadt ist zugepflastert mit Plakaten und die Klagen, die angestrebt werden, sowie die Gegenwerbung kosten den Kirchen- und normal Steuerzahler Geld. Warum das Ganze überhaupt?

Meines Erachtens, kümmern sich die Berliner herzlich wenig um die Angelegenheit. Meine persönliche Theorie ist, dass die Fragestellung in diesem sehr unkonfessionellen Städtchen von den doch reichlich zugezogenen Bewohnern aufgeworfen wurde, die biographiebedingt an Religionsunterricht an Schulen gewöhnt sind. Aber gehört Religion in die Schule? Ist es denn nicht eher so, dass man, so man konfessionell gebunden ist, in seiner Gemeinde Unterricht erhält? Und wie soll es logistisch und finanziell gelöst werden? Es gibt ja schließlich nicht nur Christen und Moslems in den Schulen – für die würde es wahrscheinlich noch personalbedingt klappen, einen Unterricht zu organisieren. Nehmt doch das Geld viel viel eher und viel viel wichtiger für die Sanierung, für ordentliches Lehrmaterial für Ausflüge, Förderung von sozial schwachen Kindern – für etwas, das wirklich wichtig ist und lasst alle Kinder zusammen lernen. Überarbeitet den Lehrplan des Ethikunterrichts, wenn dieser wirklich so schlecht ist. Man soll doch über alle Religionen, alle Lebenswege lernen, nicht nur über die familiär bedingten. Und Bildung, Bildung findet auch in der Familie statt! Nicht alles kann an die Schulen abgegeben werden. Und sonst, schickt Eure Kinder auf konfessionelle Schulen…

Wenn ich jetzt darüber nachdenke, kann ich nur sagen: Laßt die Religion aus der Schule heraus! In der Bayrischen Verfassung von 1946 heißt es allerdings: „(2) Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der
Würde des Menschen,…“ (Artikel 131 [Bildungsziele]. Allerdings sind wir nicht in Bayeren, sondern in Berlin und hier finde ich im Abschnitt Schule keine Erwähnung von G’tt. Aber wohl deutlich im Bereich Religion (Artikel 14): „(3) Die Kirchen und Religionsgemeinschaften sind vom Staat getrennt.“ Und Schule ist doch Staat?

Ich verstehe das alles nicht so ganz. Gibt es nicht wirklich Wichtigeres momenten?

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Ein Kommentar

  1. I lick your blog.I’m waiting for your new posts.

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