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Ausstellungswelten

Gestern abend war mal wieder eine Eröffnung in Berlin. Wann ist denn keine? Ich möchte nicht über das traumhafte Wetter sprechen, die erste Frühlingsnacht, das erste Mal ohne Handschuhe auf dem Fahrrad. Ach, schön.

Nein, die Ausstellung möchte ich empfehlen, unbedingt!


Gut, für zart besaitete Seelen ist diese Ausstellung nichts. Dennoch räumt sie mit den Hochglanzbildern aus Fernsehen und Büchern auf. Von Ausstellungsseite her sehr gelungen ohne zu verschönen. Stilisierte Seziertische ersetzen Tafeln, Medizinschränke die Vitrinen. Das Museum ist sowieso immer einen Besuch wert. Der Aufbau folgt leider nicht dem inutiven Gang durch die Ausstellung. Ich vermute, daß die Macher das gestern auch am Publikum gesehen haben. Vielleicht hätte man schlicht die Nummerierung der gängigen Todesursachen weg lassen sollen.
Die Eröffnungsreden waren (bis auf den letzten Redner) kurz und sehr erfrischend! Schön, wenn Menschen noch frei reden können. Allerdings fand ich es doch sehr makaber, daß einer der Hauptsponsoren, ein Bestattungsunternehmen, eine Stellwand neben dem Rednerpult hatte. Alle anderen Sponsoren wurden genannt und waren auf einer Tafel am Pult mit ihren Logi zu sehen. Den Katalog habe ich mir auch „geleistet“. Er erinnert vom Design her etwas an die Berlinische Galerie – allerdings nur außen. Innen auch als Lektüre sehr zu empfehlen. Kurz: ich bin begeistert!

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