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Filmpremiere "Alles für meinen Vater"

Leider kann ich hier nur den deutschen Trailer anbieten. Gestern war die Premiere in der Kulturbrauerei in OmU. Wer den Film in Berlin synchronisiert sehen will, darf zum Potsdamer Platz gehen.

Aber nun zum Film. Der Originaltitel „Shabbat Shalom, Maradona“ oder „Sof Shavua B’Tel Aviv“ hätte mir wesentlich besser gefallen, aber vermutlich verkauft es sich so besser. Das Kino gestern war jedenfalls gerappelt voll. Gedreht zu einer Zeit, in der keiner an einen Krieg dachte, sollte der Film laut Dror Zahavi eigentlich eine Liebesgeschichte sein. Heute, mit unserem Hintergrund wird er natürlich anders interpretiert.

Es ist ein stiller Film, ein Film, der von Bildern lebt, ohne Worte die Liebe zum Land vermittelt – egal, auf welcher Seite man steht. Ich möchte nicht groß auf die Handlung eingehen, denn die kann man ja problemlos nachlesen. Eines möchte ich aber gant bestimmt: ihn unbedingt empfehlen. Ganz besonders wichtig, war, was Dror nach der Vorstellung erzählt hat. So war es für das Projekt unwahrscheinlich schwierig, palästinensische Schauspielere zu finden. Shredi Jabarin (als Jihad aus „Bubble“) bekannt hat die Hauptrolle übernommen. Die Balance zwischen dem Bösen, das er als Attentäter verkörpert, und dem Lebenshungrigem, ja schon Liebenden gelingt ihm meisterhaft. Der Preis dafür ist die Schmähung sowohl auf palästinensicher als auch israelischer Seite. Hili Yalon wurde aus 350 Bewerberinnen ausgewählt. Ganz wie auch Zahavi mußte ich während des Filmes oft über ihre Schönheit staunen.

Alle Hauptdarsteller überzeugen durch kleine Gesten mit großer Sprache. Ich kann diesen Film uneingeschränkt empfehlen.

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2 Comments

  1. Klingt wirklich nach einem sehenswerten Film. Bin gespannt, ob er auch in unserem Kleinstadtkino laufen wird.

  2. Na, da er über Kinowelt vertrieben wird, sind die Chancen doch recht gut!

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