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„Jüdisch, jetzt und hier“

Gestern lief dann also diese Sendung auf dem Ersten: Jüdisch, jetzt und hier . Ich muß sagen, so schlecht war sie gar nicht. Kaddisch wurde zwar mit Kiddusch verwechselt – aber man kann ja doch mal schnell durcheinander kommen, wenn man nicht drin steckt. Gut fand ich auch, daß nicht nur die Stereotype in Form der Orthodoxie gezeigt wurde. Hier würde ich mir allgemein mal wünschen, daß man, dann doch mal über die „normalen“ Orthodoxen berichtet, die eben nicht nur in schwarz rumlaufen.
Alles in allem hatte man in 45 Minuten sicherlich keine Zeit, tief zu gehen. Daher bleibt auch ein Gefühl der Oberflächlichkeit. Dennoch, für einen kurzen Eindruck war es doch gelungen….

7 Comments

  1. Anonym Anonym

    „Gut fand ich auch, daß nicht nur die Stereotype in Form der Orthodoxie gezeigt wurde. Hier würde ich mir allgemein mal wünschen, daß man, dann doch mal über die „normalen“ Orthodoxen berichtet, die eben nicht nur in schwarz rumlaufen.“

    Beide aussagen finde ich ziemlich … banal, sagen wir mal. Was soll die „Stereotype“ der Orthodoxie sein? Daß Orthodoxe nicht selten in schwarz-weiß gehen (wohlgemerkt, die Männer)? Und selbst wenn, so what? Was sind denn „normale“ Orthodoxe Deiner Meinung nach? Die, die man nicht sieht?
    Und – werden nicht gerade hierzulande auf allen Kanälen gerne die Stereotypen über liberale Juden bedient? Die „Weltoffenen“, die, mit „denen man reden kann“, die immer egalitär sind, die sich praktischerweise so gerne in den christlichen-jüdischen Dialoggruppen engagieren, die meistens Akademiker sind, die alle hippe, junge Rabbiner werden usw. Und mit denen Christens zum Glück wenig Probleme haben, gemeinsam zu essen und manchmal auch gemeinsam zu beten?

  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  3. Anonym Anonym

    Nein, Orthodoxie heißt nicht nur Chabad – und nicht nur Chabad geht in Schwarz und Weiß. Der Rückgriff auf Deine „orthodoxen Freunde“ als Legitimationsmittel ist naheliegend aber eigentlich nicht besonders überzeugend. Mir Verbitterung unterzuschieben, weil ich Deinen Kommentar inhaltlich nicht überzeugend fand, finde ich auch recht dürftig. Aber was soll’s.
    Im Übrigen wird wohl kaum mehr über Judentum berichtet als aus der liberalen „Ecke“ (Berichte über Rabbiner Brandt, über die diversen liberalen Gruppen, Grüppchen und Gemeinden in den letzten Jahren waren nicht unerheblich. Ich weiß nicht, für was für einen Sender Du gearbeitet hast, vielleicht lag’s ja daran), sei’s per Printmedium oder per Film. Einiges könnte damit zu tun haben, daß Liberale Fördergelder nicht nur aus dem Ausland versuchen zu bekommen, sondern auch von hiesigen Sponsoren. Da muß man zwangsläufig an die Öffentlichkeit gehen.
    Was ich letztendlich auch nicht verstehen kann, ist, warum sich eine Liberale so viele Gedanken darüber macht, wie das Bild der Orthodoxen in der Öffentlichkeit ist. Das ist doch eigentlich nicht Dein Problem, oder um es mit dem Ausspruch eines deutschen liberalen Rabbiners zu formulieren: man ist soch nicht für alles zuständig.

  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

  5. Anonym Anonym

    Du hast eine Meinung geäußert und ich habe meine Meinung zu dieser Meinung kritisch geäußert – das muß ein Blog, der öffentlich ist, und eine Kommentarfunktion besitzt, doch aushalten.
    Es ist eben ärgerlich, wenn Stereotypen als Stereotypen angeprangert werden, aber dann ausgerechnet noch manifestiert werden. Was stört es eigentlich irgendjemanden, daß nicht wenige Orthodoxe eben doch in Schwarz-Weiß herumlaufen? Man diskutiert doch auch nicht, daß Liberale wohl grundsätzlich immer gerne die kleinste Kippagröße wählen, und hier neben den gängigen gehäkelten auch nicht selten Kippot auf den Köpfen der erwachsenen zu finden sind, die nach Meinung Einiger wohl eher auf die Köpfe von Fünfjährigen gehören (Erdbeeren, Fußbälle, Smileys). Aber wenn sie das so wolllen – sollen sie! Es hat eigentlich niemand das Recht, das ernsthaft zu kommentieren.
    Und nein, es ist nicht ungewöhnlich, daß sich eine Liberale Gedanken über Orthodoxe macht – es gibt diese „Gedanken“ zuhauf, sie werden geäußert und sind in der Bloggerlandschaft in regelmäßiger Frequenz auch zu lesen. Meist aber eben der Realität wenig entsprechend, da sich die meisten Liberalen nicht mit Orthodoxen auskennen, aber gerne eine Wirklichkeit kommentieren, die sie nur von außen betrachten. Denn viele Liberale stammen ja nicht einmal aus einer orthodoxen Einheitsgemeinde.
    Was Deinen Lebensweg angeht – Du hast ihn doch selbst in einem Deiner vorherigen Postings geschildert. Aber Du kannst gerne noch einmal Dein orthodoxes Aufwachsen bzw. Deinen längeren Aufenthalt in einer gelebten Orthodoxie schildern.

    Ich würde die Kommentare nicht löschen. Wozu ist die Kommentarfunktion bzw. eine Diskussion denn gut, wenn sie keine Kontroversen aushalten kann?

    In diesem Sinne
    Schabbat Schalom.

  6. Anonym Anonym

    Nun, anonym, ich denke nicht, daß Juna hier ihr Leben offenlegen muß. In einem privaten Blog wird man immer nur Meinungen und Gedanken finden. Versifizierte Aussagen ohne Emotion wären hier auch fehl am Platz. Dafür sind andere zuständig. Ich muß auch sagen, daß Dein Ton ziemlich scharf ist und auch ich den Eindruck habe, daß Du hier Verbitterung oder Frust über anderes ausläßt. Juna hat wahrscheinlich einen wunden Punkt getroffen….

  7. Anonym Anonym

    Anonymer Zweiter

    Jaja, es ist immer leicht, Leuten, die eine andere Meinung haben, „Frustration“ oder „Schärfe“ unterzuschieben. Wobei ich mit zweitem weniger Probleme haben, denn nicht nur Salz würzt die Suppe, sondern Pfeffer auch… Pilpul und jüdische Diskussionsliebe wird immer gerne gepredigt, aber weniger gerne praktiziert, nicht wahr?

    Was Juna’s Privatleben angeht: nein, sie muß sich hier natürlich nicht entblößen, meine Sätze waren auch eher ironisch gemeint, denn ich konnte aus ihren bisherigen Einträgen zu ihrem jüdischen Privatleben eben gerade nicht entnehmen, daß sie orthodox aufgewachsen oder orthodox gelebt hätte… beides die richtige Voraussetzung, um gewisse Dinge beurteilen zu können.

    Wunde Punkte? Ich muß mich eher wundern als verarzten. Zum Beispiel daß sich jemand der Selbstzensur aussetzt. Schade – hätte ich nicht gedacht.

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