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Lotte und Siegbert Rotholz

In der Lindenstrasse, nicht mehr in Kreuzberg, wohl schon zu Mitte gehörend findet man vor einem größeren Geschäftshaus, der Barmer Ersatzkasse zugehörig, zwei Stolpersteine. Man sieht sie nicht gleich, Fußgänger sind dort eh selten, Spaziergänger noch mehr. Die Steine von Lotte und Siegbert Rotholz. Wer waren die beiden? Sie gehörten der Herbert-Baum-Gruppe an. Siegbert wurde gleich nach seinem „Prozess“ mit Marianne Jochim hingerichtet. Lotte wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Da dieses „Gefängnis“ war, überlebte auch sie nicht.

Nachtrag aus dem Gedenkbuch:

Gedenkbuch – Rotholz, Siegbert (* 14.09.1919)

Gedenkbuch – Rotholz, Lotte (* 25.09.1923)

Rotholz, Lotte

geb. Jastrow

* 25.09.1923 in Bentheim

wohnhaft Berlin

Deportation: ab Berlin

14.10.1943, Auschwitz

Rotholz, Siegbert

* 14.09.1919 in Berlin

wohnhaft Berlin

Todesdaten:

04.03.1943, Berlin-Plötzensee

Interessant am Ort ist auch, welches Gebäude einst dort stand: Die Synagoge Lindenstrasse:

Heute steht ein Neubau dort. Allerdings sind in den Wänden der Einfahrt ein paar Informationstafeln eingelassen. Wenn die Büros geöffnet sind, ist auch der Zugang zum eigentlichen Gelände des Gebäudes frei, in dem heute eine schlichte Installation daran erinnert, was einmal war.



Im Museum traf ich auch noch Leute, die sich an die Synagoge erinnerten, dort noch als Kinder zum G’ttesdienst hingingen – für mich wiedermal ein Beispiel für schöne Erlebnisse im Museum.

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1 kommentar

  1. Anonym Anonym

    irgendein Rotholz war ein Klasse Boxer…

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