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„An allem sind die Juden und die Radfahrer Schuld.“

Wie versprochen hier nun mein Text, den ich heute auf Einladung der Bundestagsfraktion der Grünen lesen durfte. Es war das erste Mal, dass ich etwas ablas, es war also weniger Rede als gesprochener Blogpost, also muss es auch hier rein. Danke, dass Ihr da wart, live oder per Stream und danke nochmal an jene, die im Nachhinein auf mich zukamen. Das bedeutet mir sehr sehr viel. Ganz herzlichen Dank!

Zum Nachsehen der gesamten Veranstaltung, ja, es lohnt sich, hier entlang
Als Kind in Ostberlin war nichts eitel Sonnenschein. Ich war anders. Das wurde mir schnell und immer wieder deutlich klar gemacht. Ich wurde als Landesverräterin beschimpft, musste mich vor der Klassenkonferenz rechtfertigen, weil ich meiner besten Freundin hinterher weinte, die die DDR verlassen konnte. Ich wurde auf dem Schulhof geschlagen und misshandelt, ich wurde nachweislich schlechter bewertet als andere Schüler bei gleicher, sogar besserer Leistung. All das weil meine Mutter nicht in der Partei war, weil bei uns zuhause gedacht und gesprochen wurde, eine Gefahr für diesen Staat. Die Autoritäten drehten dem um Hilfe schreiendem Kind regelmäßig den Rücken zu, ich hörte auf, um Hilfe zu rufen, aber ich wusste bereits, dass man Dinge ändern kann, sie ansprechen muss, auch, wenn es Gefahr bedeutet. So wurde es seit Generationen gehalten. So bin ich aufgewachsen, so wurde ich erzogen. Einige Zeit später fiel wegen denkender und widersprechender Menschen die Mauer.

Als ich vor acht Jahren begann über mein Leben in Berlin zu schreiben war ich wieder anders, nur eben anders anders, ich lebte ich in einem Gemeindeumfeld, für das ich mit meinen liberalen oder gar reformjüdischen Ansichten quasi keinen Ort fand. Ich war inzwischen eine Weile aus den USA zurück und sehnte mich nach der dortigen Freiheit und Offenheit im Gemeindeleben. Ich tue es noch immer. Ich war also für manchen anderen Juden „nicht jüdisch genug“, wenn man Frauen als Rabbinerinnen und Kantorinnen akzeptiert kann ja was nicht stimmen, und für die Nichtjuden fraglos jüdisch, also dann eben irgendwie jüdisch. Das war mein Thema. Heute wird der Blogtitel oft anders interpretiert, ich frage gern zurück, was die Leute meinen, dahinter steckt.

Meine Blogthemen haben sich mit den Jahren gewandelt, mehr nichtjüdische Themen kamen hinzu, denn ein Leben ist eben nicht nur jüdisch und warum soll ich für alles, über das ich schreiben möchte einen neuen Blog aufmachen? Der Mensch ist nicht nur eines – auch, wenn ich und wir gern auf eines reduziert werden und uns Eigenschaften zugeschrieben werden, von denen ich noch nicht mal wusste, dass es sie gibt. Wir sind doch soviel mehr. 

Seit gut zwei Jahren schreibe ich nicht mehr anonym. Ich habe es mir nicht ausgesucht. Andere veröffentlichten meinen Namen. Nun war der in der Welt, dann also eben noch ein Bild dazu. Im Gegensatz zu meinen Erwartungen habe ich damit übrigen ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. 
Wir jüdischen Blogger, und wir waren um die 2010er Jahre einige, schrieben über die kleinen und großen Dinge des Lebens, gaben Tipps, wo man in der Diaspora koschere Gummibärchen kaufte, wie man in der Schwedischen Wildnis an den nächsten Minyan (also das Quorum an 10 Juden, die für einen G’ttesdienst nötig sind) kommt, schrieben über Gijur und Rabbinatsstudium, über jüdische Apps, neue Siddurim, Chajm Guski haben wir sogar eine Tora Übersetzung als Ebook zu verdanken, die Haftara kommt demnächst. Wir kommentierten jeden Synagogenneubau und Restaurierung alter Synagogen im Land. Kritisierten die Kommunikation oder besser Nichtkommunikation mancher Kommunen mit freien jüdischen Gruppen.

Und wir hatten eine jüdisch-muslimische Mailingliste Jahre bevor irgendwer meinte, man müsse doch „die Juden“ und „die Muslime“ zusammenbringen.

Wir schufen uns da im Netz einen Raum, den wir sonst nicht fanden, vernetzten uns über Bundes- und Landesgrenzen hinweg, unterstützten uns, waren aber vor allem offen für alle, die lesen mochten und sich interessierten. Wir öffneten damit auch eine Tür, zu einer für viele bis heute verschlossenen fast mystischen Welt. Wir sind da. Öffentlich. Sichtbar. Für alle. Und wir entsprechen so ziemlich keinem Klischee – außer, dass wir wie üblich nicht unbedingt einer Meinung sind.

Viele haben aufgehört zu schreiben. Die meisten, weil sie alles erzählt hatten, was sie erzählen wollten. Lediglich eine Bloggerin in Israel hat, so sagte sie mir Anfang diesen Jahres wegen des immer schärferen Tones aufgegeben. Gerade werden es wieder mehr. Und hier immer wieder, redet MIT uns, nicht ÜBER uns.

Man erwartet von mir inzwischen Texte zum Antisemitismus. Ich soll mich zu allem äußern, was irgendwie damit zu tun hat. Ich tue es nicht, auch, wenn ich damit auch auf sehr große Reichweiten verzichte. Ich lese auch nicht jedes Buch über die Shoa, lieber wie gerade die Reise eines jungen Mannes mit seinem unsichtbaren Vater nach Israel oder die  Fifty Shades of Talmud. 

Außerdem kann und will ich mich nicht auf Antisemitismus allein konzentrieren, wenn so viele Menschen aus anderen Gründen diskriminiert werden. Antisemitismus ist kein Netzphänomen, er ist auch außerhalb so alltäglich wie nervig, dass wohl nicht nur meine häufigste Reaktion darauf Augenrollen ist. Eine einfache Beschwerde über den wieder nicht schneegeräumten Gehweg am Museum kann schnell dazu führen, dass Ihnen verständnisvoll erklärt wird, die Stadt habe ja auch kein Geld, weil sie alles Geld an die Juden abgegeben müsse. Mein Konto erzählt eine andere Geschichte.

Was mir dieser Tage besonders Sorge bereitet ist, was meine Freunde in den USA erleben müssen.

Eines möchte ich betonen, Antisemitismus ist weder ein migrantisches, noch ein Flüchtlingsproblem. Es ist unser aller Problem und nicht erst, seit wir vermehrt Schutzsuchende aufnehmen. Hass auf alles, wie wir es gerade erleben und ich meine explizit nicht nur Antisemitismus, kann nur gedeihen, wenn man ihn nährt, wenn man ihn bestätigt, wenn man ihm Raum gibt. Was sagt das über eine Gesellschaft aus? Über diese Gesellschaft?

Mir fällt bei dieser Gelegenheit zum Umgang mit dem immer lauter schreienden Rechtspopulismus eigentlich nur Tucholskys „Rosen auf dem Weg gestreut“ ein.

Gehen wir wieder etwas zurück. Schon bevor man so offen sprach, lebten und schrieben wir nach den Worten des Bloggers Chajm Guskis, für mich DER deutsch-jüdische Blogger, auf Hawaii, dem jüdischen Hawaii. Das Leben ist schön, Palmen wachsen, wir haben unsere bunten Cocktails, wir dürfen Synagogen bauen, man feiert fast schon besessen die Ordination neuer Rabbiner und Rabbinerinnen, jüdische Kulturtage und Filmfestivals sind ausverkauft, und natürlich gibt es keine Antisemiten – gab es ja auch nie, glaubt man dem, was so erzählt wird.

Doch tief drinnen in diesem Vulkan brodelte es bereits. Das Beben wurde zum Thema. Wir Blogger schrieben darüber, wir sprachen darüber und uns gelang, was manch einer offiziellen Institution vielleicht nicht gelang, es gab tatsächlich Menschen, die ihre Sichten änderten. Die durch das Lesen eines persönlichen Erlebens Dinge anders sahen.

Als 2014 Menschen auf die Straße gingen und „Kindermörder Israel“ und „Juden ins Gas“ schrieen, waren wir die ersten, die öffentlich widersprachen. Das scheinbare Nichtreagieren des Staates, das machte Angst. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich wirklich Angst. Und ja, mir war es egal, wer da schrie, ich mache keinen Unterschied, mir war aber nicht egal, wer da nicht reagierte. Ich dachte über Auswanderung nach.

Mir wurde im Laufe der Jahre viel gesagt und geschrieben, in der Mehrheit positives, ich wurde aber auch bedroht und verhöhnt. Mir ist auch gesagt worden, ich solle mich mal entspannen, in den Urlaub fahren, ich bilde mir alles nur ein. 

Aber wie, das frage ich Sie, soll man sich entspannen und ruhig bleiben, wenn Ihnen Briefe geschickt werden, in denen man Sie in Stürmerbildern schildert, mit blutendem Messer geifernd über wehrlosem völlig verängstigtem Getier beschreibt, nur, weil Sie etwas über ein italienisch-jüdisches Kochbuch und 100 Gramm getrockneter Tomaten schrieben?

Mir wurde nahegelegt, ich möge allein schon wegen „unserer Ritualmorde“ in mich gehen, und überhaupt „unsere Männer, die Frauen schänden und sich damit brüsten“. Mir wurde gesagt, wir würden uns dereinst Hitler zurückwünschen, weil der noch sanft mit uns umging und immer wieder: hör auf, Dich zu äußern. Die Klischees die hier bedient werden sind eben nicht überholt, sie haben Hochkonjunktur. 

Dass mir gesagt wird, ich solle doch bitte endlich meine Sachen packen nach Hause ziehen, beantworte ich gewöhnlich damit, dass ich mir Pankow leider nicht mehr leisten kann. Bei meinen blonden Zöpfen klingt ist es noch absurder, ist aber der Alltag von hunderttausenden Menschen in diesem Land, die wegen ihres Aussehens oder ihres vermeintlich fremdländischen Namens tagtäglich Diskriminierungen ausgesetzt sind.

Aber ich soll mich entspannen und den Urlaub fahren. 

Ich soll mich auch entspannen, wenn Menschen über Jahre wahllos von Nazis ermordet werden. Angesichts der Ermittlungskatastrophen darf man fragen: Sind wir Minderheiten wirklich geschützt? Und man darf auch fragen, wer da auf dem rechten Auge blind ist. Gleichzeitig werden ohne rechtliche Grundlage über Tage und Wochen hochgerüstete Polizisten eingesetzt, um ein buntes Volk aus einem Haus zu vertreiben, das inzwischen von einem Investor gekauft wurde. Die Relationen sind fragwürdig und kosten im Zweifel das Leben von Menschen. Gerade immer häufiger das Leben und die Gesundheit jeder, die hier Schutz suchen.

Wir leben in Deutschland verdammt nochmal, Nazis haben WIEDER Menschen ermordet, sie bedrohen Familien, zünden Häuser an weil ihnen Menschen einfach nicht in ihr krudes Bild passen, was muss denn noch passieren?

Aber ja, ich sollte mich entspannen.

Und nein, ich werde die Faschisten nie küssen, wie es so viele tun.

Einer der Texte der mit am meisten gefunden wird und den man wohl bei mir nicht vermutet, ist der über einen Besuch mit dem einst jüngsten politischen Häftling der DDR im ehemaligen „Jugendhaus Frohe Zukunft Halle“, noch immer ein Knast, wo er unter anderem inhaftiert war. Er hatte Glück, sie konnten ihn nicht brechen. Er wurde freigekauft. Heute bekomme ich Briefe von ehemaligen Häftlingen, die nicht dieses Glück hatten, die Kontakt zu Menschen suchen, die sie verstehen oder wenigstens zuhören. Sie sind gebrochen und können nicht heilen. Auch für sie schreibe ich. Sie haben Besseres verdient. Auch hier bekomme ich Kommentare, ich solle still sein und ich habe ja keine Ahnung.

Aber einfach mal in den Urlaub fahren, dann wird’s besser.

Mein Medium ist das geschriebene Wort. Und ich weiß und bin dankbar, dass ich Menschen damit erreiche und auch berühre. Danke dafür, dass Ihr mich lasst.

Und dass sei bei allem, was gerade passiert betont: ich bekomme diese Hassmails, ja. Aber vorrangig erlebe ich, Neugier, Humor und Freude. Dieses Netz zeigt sowohl die hässliche Fratze dieses Landes, wie sie sich auch Montags auf den Straßen zeigt. Wir dürfen aber auch nicht die andere Seite außer Acht lassen. Es ist der Ort, an dem ich die meiste Selbstlosigkeit und Unvoreingenommenheit erlebe. Und wenn Sie denken, Deutsche seien humorlos, gehen Sie zu Twitter. Sie werden eines besseren belehrt. Natürlich ist das meine Blase, natürlich lasse ich nicht zu, dass da jemand seinen Schmutz in meinen Tag streut, Sie würden auch nicht mit einem Rechtspopulisten gemütlich ein Bier trinken. Verhindern kann ich es nicht immer.

Das Netz ist also auch ein Weg, mit Menschen in Kontakt zu kommen, über vermeintliche Grenzen hinweg Brücken zu bauen. Letztlich bin selbst so ein Mensch. Ich bin für die meisten dort, die erste jüdische Kontaktperson mit der man irgendwie reden kann. Ich bin mir dieser Verantwortung durchaus bewusst. Mit Humor lässt sich oft mehr vermitteln als mit jedem Lehrbuch. Derzeit denke ich übrigens über ein Weihnachts-Hanukka- Deko -Wettrüsten nach. Nach dem letzten Jahr, in dem ich virtuellen Hanukkakitsch sammelte, wissen manche, was das heißt. Mit der Star Trek Hanukkia kann ich nur gewinnen. 

Lasse ich wiederum über Twitter einen Stream z.B. mit dem Suchwort Jude laufen, erhalte ich binnen Minuten mehrfach antisemitische Posts. Das Netz ist nichts anderes als ein Abbild unserer Gesellschaft.

Nur ist es im Netz einfacher, zu widersprechen und wir sollten es auch tun, einfach mal nur „Sie irren!“ antworten oder eines der Bilder von No Hate Speech nutzen. Man muss nicht diskutieren. Widersprechen reicht, das wäre schön.

Hinter den Kulissen ist mein Blog inzwischen eine Burg. IP Adressen sind gesperrt, damit mich bestimmte Nutzer nicht mehr kontaktieren können. Kommentare werden erst durch mich freigegeben. Das war nicht immer so. Im Gegensatz zu anderen geht es mir allerdings noch gut.

Ein aktueller Fall, eine Frau, die über ihr Leben als alleinerziehende Mutter schreibt, wird bedroht, musste untertauchen, nicht nur im Netz unsichtbar werden. Man muss keine hochbrisante Themen anfassen, man muss nur irgendwem nicht in den Kram passen schon wird man mit dem Leben bedroht – und hat wenig Schutz.

Achja, entspannen nicht vergessen.

Bei niemandem von uns steht: hier bitte all ihren Hass ausschütten! Wenn ich thematisiere, dass ich Hasspost nicht auf die leichte Schulter nehmen kann, dass sie etwas bei mir, tief drinnen hinterlässt, wird mir meist nahegelegt, ich solle doch einfach nicht mehr schreiben, dann habe ich keine Probleme.

Warum MUSS ich den Hass aushalten? Warum bin ich selbst daran Schuld, beschimpft und bedroht zu werden? Warum ist die Frau mit Ihrem Kopftuch oder der Mann mit seiner Kippa schuld daran, gedemütigt und auf offener Straße geschlagen zu werden? Warum ist der Radfahrer schuld, wenn der LKW ihn rechtsabbiegend überfährt? Warum muss man sich von Polizei, Gemeinden und Politik sagen lassen, dass man keine äußerlichen Kennzeichen tragen sollte, damit man sich nicht in Gefahr bringt? Was ist mit den Menschen, bei denen es nicht reicht, eine Kette abzulegen oder eine andere Kopfbedeckung zu wählen? WO SIND WIR GELANDET, DASS DIE OPFER SCHULD AN IHREM EIGENEN LEID SIND?

Alle schön still bleiben. Alle nichts sagen. Das Böse wird sonst provoziert und schlägt zu. Gerade jetzt, wenn sich die Welt immer mehr zu spalten scheint, jeder gegen jeden ist, müssen wir zusammenhalten, unabhängig von Herkunft, Religiösen und sexuellen Orientierungen, Hautfarben, uns widersetzen und füreinander einstehen. So haben wir eine reale Chance auf das immerwährende „Wehret den Anfängen“. Dann währen es mehr als leere Worte. 

Ein erheblicher Bedrohungsfaktor für uns Netzmenschen aber kommt vom Staat selbst, ein einfaches Gesetz: die deutsche Impressumspflicht. Wir sind verpflichtet, unsere Privatadressen öffentlich preiszugeben. Das heißt, die Gefahr, kann und wurde bereits für manch einen zur realen physischen Bedrohung. Es ist ein leichtes uns zu finden. In dieser Gefahr verwundert es nicht, dass einige aufhören zu schreiben, mussten sie doch ihre Familien schützen. Oder sie schreiben anders, tasten bestimmte vermeintlich kritische Themen nicht mehr an. 
Bekomme ich einen dieser „Liebesbriefe“ so verfalle ich allein wegen der Unverfrorenheit, in eine Art Schockstarre. Ich fange zunächst tatsächlich an, zu überlegen, über manche Themen nicht mehr zu schreiben. Doch wieder, ich wäre nicht das Kind meiner Ahnen, wenn ich das tun könnte, wenn ich mir das Wort verbieten ließe. Meine Seele ist angeschlagen, ein dickes Fell ist mir bis heute nicht gewachsen. Es braucht Zeit, ich muss heilen, ein paar Tage wenigstens, bis die Wut stärker wird. Danke bei dieser Gelegenheit auch RIAS, die mit ihrer Arbeit einen nicht unerheblichen Teil zur Heilung beitragen, einen mit all seinen Emotionen ernst nehmen und vor allem schnell reagieren.

Draußen drehe ich mich dennoch lieber drei Mal um, gehe nicht unbedingt die dunkle Straße und bin auf dem Rad vermeintlich schneller als ein potentieller Angreifer – so rede ich mir ein. Der Wunsch: „Pass auf Dich auf!“ ist keine Floskel mehr. Er ist inzwischen erstgemeinte Sorge. Und auch ich, noch immer und unerschütterlich voller Hoffnung, kann mich dem nicht mehr entziehen. Allein schon, dass ich überlegen musste, hier öffentlich zu sagen, wo ich arbeite ist ein Symptom dafür. 

Aber vielleicht wird es ja besser, wenn ich mal in den Urlaub fahre, mich entspanne.

Meine Mutter, die noch nicht so lange weiß, was ich dort in diesem Internet treibe, der ich es auch bewusst nicht erzählte, weil ich nicht wollte, dass sie sich sorgt, sagte mir: „Ich habe Angst um Dich, aber ich bin auch sehr stolz.“ Danke dafür.

Und was war eigentlich mit Hawaii, die schöne jüdische Insel? Der Vulkan brummt nicht mehr nur vor sich hin, er spukt Feuer, weltweit, und der Ascheregen der langsam niederfällt macht keinen Unterschied wen er trifft, und auch die Lava überlegt nicht, wen sie überrollt.

Wie schon einmal jemand sagte, bei den Juden fängt es nur an. Es trifft uns alle und wird uns verschütten, wenn wir nichts tun. Ich habe kein dickes Fell, mich berühren Geschichten im Gegensatz zu anderen aber ich weiß auch, dass es gut ist, anders zu sein. Denn wie schon Aristoteles sagte:

Eine Stadt besteht aus unterschiedlichen Arten von Menschen; ähnliche Menschen bringen keine Stadt zuwege.

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