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irgendwie jüdisch mit Ilja Richter

Ilja Richter schaut in den Hausflur, aus dem seine Großmutter gewaltsam deportiert wurde
Irgendwie scheint es als selbstverständlich gesehen zu werden, dass man gleich Jude ist, nur weil man Jude ist. Ist man es auch, wenn alle Wurzeln gekappt wurden? Da das besonders nach dem Krieg oft geschah, erzählt auch die Dokumentation „Grenzgänge mit Ilja Richter“ aus der Reihe „Gott und die Welt“ in der ARD. 

Ist es eigentlich zu spät, seine Wurzeln zu erkunden, reicht es aus, irgendwie so ein Gefühl zu haben und sei es nur für fünf Minuten? Und was heißt es, Jude zu sein? Muss man dazu religiös sein? Ilja Richter begibt sich auf Spuren- und Antwortsuche…und hat vielleicht auch ein klein bisschen das gefunden, was er zu suchen dachte.

Ich bin dankbar für das Gespräch, das wir führen durfte. Viel erinnerte mich an meine eigene Suche. Diese Unbestimmtheiten. Unsere Voraussetzungen waren irgendwie ähnlich. Wir hatten zu erzählen und zu fragen. Und so kam es, dass unter dem Baum im Neukölln viel ausgetauscht, gelacht und am Ende auch gezittert wurde. Das Gespräch dauerte nämlich viel länger als geplant und es wurde kühl. 
Wer nun wissen will, was ein Fünf-Minuten-Jude ist und wen Ilja Richter noch so traf, dem empfehle ich, mit ihm eine halbe Stunde auf die Suche zu gehen
Die Sendung ist bis 20.09.2016 abrufbar.

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