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#14 Wenn das Leben Schmerz wird

Rick Hutchinson, Migraine Five; We're in Pain, 1989. (Entry to the First Migraine Masterpieces art contest.) © 1989 National Headache Foundation
Ich schrieb schon das eine oder andere Mal über das, was mich mein Leben lang begleitet: Schmerz. Er kommt unberechenbar, ungeplant und ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Einige Ärzte, wohlmeinende Menschen ergehen sich an Zweifeln und wilden Tipps, das in den Griff zu bekommen. Doch wirklich ist: das es so bleiben wird, dass es nie weg geht und nur die Symptome behandelt werden können – manchmal. 

Ich kann mir ein Leben ohne den Schmerz nicht vorstellen, ich würde es gern. Ich möchte wissen, wie es ist, nicht jeden Tag die Angst haben zu müssen, dass der Tag verloren geht, dass das Medikament doch nicht wirkt, dass man es nimmt, obwohl man es hätte auch so aushalten können. Aber vor allem die Angst, der verlorenen Tage. Tage, in denen man nur noch halb ist. Tage, die man aus dem Leben gehen muss. Tage, die man nicht hat, um zu leben.

Es sind wieder solche Tage. Die Tage des Regens, der Wetterumschwünge, des Luftdruckwechsels. Der Klimawandel bedingt, dass es schlimmer wird. Was für andere schöne Sommergewitter sind, die sie sich ansehen, findet bei mir im Kopf statt, stärker und ohne Gnade. Nie weiß man, wann man wieder frei sein darf. Nie weiß man irgendwas. 
Die Kassen haben alternative Therapien wie Akupunktur schon lange von ihrer Leistung gestrichen, überhaupt wird dort viel behauptet, was nicht stimmt. Es gibt aber Menschen, die nachweisen wollen, dass es nicht so ist, dass diese Wetterfühligkeit gerade bei Migränikern besteht. Man kann sie hier finden. Vielleicht können sie so irgendwann ein Warnsystem entwickeln und man bekommt es zusammen mit dem Wetterbericht und weiß es dann wenigstens im Voraus – und wird nicht mehr abrupt aus dem Leben gerissen.

Dieser Beitrag wurde in der NaBloPoMo-Reihe geschrieben, jeden Tag im Juli ein Post bloggen. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

1 kommentar

  1. Noa Noa

    Juna, das tut mir so leid. ich wusste nicht, dass du so viel leiden musst. Ich drueck dich ganz fest und wuensche dir vollstaendige Genesung, auf welchem Wege auch immer. Vielleicht kommt doch auch mal vorbei, hier, wo vielleicht das Klima dir ein wenig Erleichterung bietet??? Oder ist es jetzt im sommer gerade nicht so guenstig, weil viel viel zu heiss? Ich umaermel dich… Noa

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