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#1 Großartig & Großartiger

Weil ich in irgendeinem seltsamen Anfall gleich die Arme meldend hochriss, als ich bei Makellosmag den Aufruf las, jeden Tag im Juli einen kurzen Blogpost zu einem Thema zu verfassen, geht‘s jetzt also los. Alle Beiträge dazu werden mit NaBloPoMo (National Blogpost Month) gekennzeichnet. Es gibt Themeninspirationen hier. Also den Wecker auf 20 Minuten gestellt und losgetippt. Jetzt habe ich ja schon einige Minuten weg. Hah, Glück gehabt!

So, heute also die Frage:  was macht einen guten Blog für mich selbst aus? Warum lese ich Leute so gerne, die ich meist gar nicht kenne, deren Leben so sehr anders ist und die oft genug einfach nur vom Alltag berichten?
Eigentlich ist es das schon, ich mag es, andere Sichtweisen sehen zu lernen, Sichtweisen die nicht, wie heutzutage so sehr üblich, laut nach Aufmerksamkeit rufen. Es sind die Stillen, die ich am interessantesten finden, die, die vielleicht sogar in der Menge untergehen, unsichtbar erscheinen, in denen aber soviel kluge Beobachtung steckt, soviel Weisheit und Sprache.
Überhaupt: Sprache. Ich bin verrückt nach guter Sprache. Worte, gut gesetzt, sind für mich verführerischer als jedes Statussymbol. Mit geschriebenen Worten bin ich verführbar, Wortspiele erregen mich. Sprache ist für mich das, was für andere das coole Outfit, der tolle Wagen, die kurvige Figur ist. Ich pfeife auf alles, solange jemand schreiben kann, sich auszudrücken versteht.
Und manchmal frage ich mich, warum die Verlage manch einen anderen verlegen, wo es doch diese Sprachkünstler hier gibt, hier in diesem Internet.
Und natürlich gibt es auch die Blogs, die mich einfach thematisch interessieren. Wirklich verlieben kann ich mich allerdings nur in jene, dich mich mit Worten und Humor fesseln, die dieses Kribbeln schaffen. Dann ist das Thema nur Nebenprodukt. Danke, dass es Euch da draußen gibt, Ihr Schreiberlinge und Wortakrobaten, die Ihr einfach nur schreibt und uns an Eurem Leben und Eurer Welt teilhaben lasst.

2 Comments

  1. Su S. Su S.

    Während du dies schriebst, sass ich in der Ahrenshooper Zeile & der Regen kühlte meine Schultern in diesem wunderbaren Sommer. Es gibt vieles, in dem Text, was mir nahe geht, weil es nah bei mir ist. Weil ich aber noch kämpfe & übe mit dem unmittelbaren Persönlichen nur so viel. Ich kann mich noch gut an das Latinum erinnern, was ich im Studium nachholen musste. Insofern wünsche ich dir viel Durchhaltevermögen.

  2. Su S. Su S.

    <3 auch sehr schön. Irgendwie ähnlich. Ach, ick freu' mir.

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