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Je Suis … – einen Monat danach in Berlin

Vor einem Monat wurde demonstriert, für Pressefreiheit, für Freiheit überhaupt. All das geschah, nachdem die Mitarbeiter der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Namen von irgendwelchem Irrsinn ermordet wurde.

Vor einem Monat lobte man sich und die Satirefreiheit der westlichen Welt. Man müsse nicht alles mögen, man müsse es ertragen und jetzt?

Allein, weil der Berliner Senat sich nun mit der Abmahnung des Metronaut für mich endgültig ins aus katapultiert hat, seien hier auch ein paar Worte dazu geschrieben.

Der Post war eindeutig als Satire getaggt, man wundert sich doch sehr über die Qualifikation der (vermutlich) sehr teuren Kanzlei. Und, lieber Senat, Satire muss man aushalten, auch Kritik. Und Kritik an dieser absurden Idee von Olympia in Berlin wird es noch viel mehr geben. Wir wäre es denn einfach mal, wenn Ihr den Berliner ZUHÖREN würdet? Wenn Ihr das Gespräch suchen würdet. Eure Finanzierungsmodelle vorstelltet, als das in Berlin schon knappe Geld für dümmliche Slogans, hässlicher Reklame und sonst etwas für Olympia raus zu werfen? Und ehrlich – die Motive vom Metronauten fand ich persönlich gar nicht so schlecht. Was spräche dagegen, sich auch mit der Geschichte auseinander zu setzen?

Aber nein, wir mahnen ab…wir verbieten das Mäulchen und verkünden dann weiter, dass natürlich die Berliner abstimmen dürfen, ob sie die Spiele haben wollen – nachdem Ihr schon die Bewerbung eingereicht habt.

Ich würde mir wünschen, so schnell, wie Ihr auf den Metronauten reagiert habt, würde man mal in Berlin einen Termin beim Bürgerbüro, bei irgendeinem Bürgerbüro, bekommen. Und weil’s so schön war, gleich noch ein paar mehr Motive beim Metronauten und ein Artikel bei der Netzpolitik. Die Originale gibt es übrigens hier zu bewundern.

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