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Der Digitale Besucher und seine Wertlosigkeit

Sisyphers (Syzyfki) Zwerge aus Świdnicka. Foto: Tomasz Moczek

„[…] das Problem liegt vielfach weder beim Besucher, noch beim besuchten Ort
und seinen definierten Akteuren, sondern schlicht in den erlaubten
Instrumenten […] „

Viel mehr muss man eigentlich zu dem wundbaren Beitrag von Christian Gries sagen. Besucherzahlen werden in Deutschland gefordert, aber eben nur der anwesende Besucher, der zählt, nach ihm wird die Wertigkeit und die finanziellen Mittel eines Hauses beschlossen.
Doch macht es nicht tatsächlich auch einen Unterschied, wenn man ein Haus ist, das außerhalb der Touristenströme liegt, dessen Thema sehr klein ist und eher für ausländisches Publikum interessant, dass nicht über die Mittel verfügt, selbst zu kommen? Zählt es nicht auch, dass Informationen, Bildung von Außen abrufbar ist? 

Redet man sich als social media Mensch den Mund fusselig und hört allenthalben, „Sie dürfen das nicht und hier nicht und dort nicht“…so gerät man schnell an den Rand der Verzweiflung. Was soll man noch machen? Warum darf man nicht die zählen, die virtuell vorhanden sind? Warum darf man dieses Angebot nicht ausbauen, so dass es weiter nützlich ist?

Museen haben Aufträge, unter anderem den der Bildung. Dem gerecht zu werden ist eine Sisyphusaufgabe, wenn Sie ihre potentielle Kundschaft schlicht und ergreifend nicht vor Ort bekommen.

Und noch eines, was gern übersehen wird und vielleicht, sehr vermutlich sogar gar nicht gewollt ist: Kommunikation mit dem Gast. Die gelingt nämlich sehr viel besser über diesen Weg. Man muss sie nur wollen, ihn sich wünschen und vielleicht auch nachfragen. Dann nämlich und nur dann kann man ein gutes Museum mit zufriedenen Gästen werden. Nicht, wenn ich mich absperre und die Tore der (digitalen) Welt schließe.

Und sonst?

„Während man in Deutschland aber vielfach noch den Aufbruch diskutiert, denkt das Ausland gerne schon das Digitale weiter.“

Danke für den Beitrag, der mir (wie immer) so aus der Seele spricht. Wir geben nicht auf, irgendwann wird sich auch hier etwas ändern und man schätzt auch den digitalen Besucher wert. 

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