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Das Mechanische Corps – eine Ausstellungsbetrachtung

Ohne Titel, Ralf Ziervogel. Foto: irgendwiejuna

„Das Mechanische Corps“ heißt die derzeitige Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien an der Kottbusser Straße. Eine kuratierte Ausstellung. Das machte Hoffnung. Glänzen die üblichen Ausstellungen der Stipendiaten des Künstlerhauses leider meist nur mit grandiosem Selbtbewusstsein statt mit guter Arbeit.
Und in der Tat, die Freunde Lang und Tannert haben allerlei zusammengetragen and Merkwürdigkeiten, Steampunkbasteleien, lärmenden Ungetümen und einfachen Büchern. Das Publikum setzt sich hauptsächlich aus einer Mischung aus Jule Verne Begeisterten und Steampunk Anhängern zusammen, dazwischen ein paar verwirrte Kunstfreunde.
Es ist eine unterhaltsame Ausstellung, die dennoch irgendwie nicht so recht hier hin zu passen scheint. Auch, wenn sich Namen wie Ralf Ziervogel und Via Lewandowsky dazwischen mischen, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das eine schöne Austellung z.B. für das Museum für Verkehr und Technik sein würde.
Begeistert wie ein kleiner Junge im Spielzeugladen sprang Kurator Peter Lang zwischen den Kuriositäten umher. Und ja, man kann sich verlieren in den mechanischen Messingobjekten, von der Tastatur im Jule Vernes Stil träumen oder sich aber wundern, warum man nicht einen richtigen Streetartkünstler genommen hat, der die Farbe auch gerade auf die Wände bekommt.

Ich wurde nicht warm mit der Ausstellung. Man kann sie sich ansehen, wenn man gern nach Leipzig zum Gothic Festival fährt, man kann sie sich ansehen, wenn man im Jule Verne Club ist…man kann es aber auch lassen. Nett und unterhaltsam…und immer mit der Frage, was soll das hier?

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