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Erste Auswirkungen der Freiheit in Aussicht

Seltsam, ich sitze noch immer hier an meinem letzten Tag im Museum und meine Gedanken kreisen, was es alles für Möglichkeiten eröffnet, ein „normales“ Leben zu führen. Mit nur fünf bis sechs Tagen Arbeit, sogar Feiertagen und Wochenenden, sogar Urlaub.

Ein paar Dinge sind klar und waren auch Entscheidungshilfe:

  1. mehr Zeit für das Studium. Hagen hat sich enorm entwickelt. Es gibt tolle Dozenten, gute Präsenzangebote und überhaupt werde ich viel mehr Zeit für mein Studium haben. Und diesmal freue ich mich. 
  2. Mehr Zeit für ein soziales Leben, überhaupt Zeit dafür. 
  3. Zeit, selbst in Museen zu gehen. Ich bin ein Museumsmensch, ich liebe Museen, ich hatte nur nie Zeit dafür. 
  4. Ich spekuliere auf ein weiteres Studium, noch in weiter Ferne. Dafür aber brauche ich eine alte Sprache und Hebräisch gilt da leider nicht. Ich stöbere nun in Sprachangeboten und denke, dass ich bei der Schola Latina Catilina mit einem Fernkurs beginnen werde. Irgendwo muss man ja anfangen. 
  5. Neugier auf neue Themen und Menschen. 
  6. Selbst zur Ruhe kommen und das Getriebensein zu einer Passage in meinem Leben werden lassen, es aber nicht mehr leben (müssen). 
  7. Mehr Zeit für Museumsthemen und vor allem -treffen. Darauf freue ich mich besonders. 

Ja, gerade habe ich ein Hochgefühl. Ich weiß, dass es nicht bleiben wird, ich weiß, dass ich mit meinem Selbst ankämpfen muss, nicht nach der Arbeit mich einfach zu verkriechen, sondern rauszugehen. Aber ich weiß auch, dass die permanente Erschöpfung so zum Ende kommen kann, dass ich wieder ich sein kann und nicht nur von Termin zu Termin hetze, den Wecker sieben Tage die Woche gestellt, kaum zuhause…und immer nur am Anschlag lebend. Es ist nicht gesund und ich habe das Glück, das beenden zu können. Ein Glück, für das ich ausgesprochen dankbar bin. 

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