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„Aus Rot wird Braun – die BVG nach 1933“ – Ausstellungsbetrachtung

Ausstellung „Aus Rot wird Braun – die BVG nach 1933“ Foto: irgendwieJuna

Mehr aus Zufall landete ich neulich in der kleinen, aber bemerkenswerten Ausstellung „Aus Rot wird Braun – die BVG nach 1933“, die im Rahmen des Themenjahres in Berlin erstellt wurde. Die Unterstützung der BVG hierbei kann ich nicht beurteilen, sie geben aber den Raum, eine Umsteigeplattform im unterirdischen Teil des Bahnhofs Alexanderplatz, einen Ort also, den zwangsläufig viele Menschen kreuzen.
Meinen Beobachtungen nach, stutzen viele auch kurz und lesen ganz kurz auch etwas durch. Außer mir, aber sah ich nur einen wirklich interessierten Besucher. Dennoch, dieser Ort bietet keine Barrieren, wie es Museen für viele Besucher sind.

Es lohnt sich wirklich, diese 20 Minuten Pause in Kauf zu nehmen. Die Ausstellung besteht aus vier flachen Ecksäulen, wobei die Außenseiten, wie im Foto den Titel mit unterschiedlichen Bildern zeigen. Verbunden sind diese Säulen durch die Bodenmarkierungen, die auch gleich die Begrenzung bilden.

Ausstellungsblick „Aus Rot wird Braun – die BVG nach 1933“ Foto: irgendwieJuna

Die Texte sind knapp gehalten und bilden eine konzentrierte Information zu den Vorgängen bei der BVG. Sie informieren im Gegenzug zum Titel bereits ab 1929 zu den Vorgängen, Entlassungen und Machtkämpfen bis zur Installation des betriebseigenen Spitzel- und Überwachungsapparates.

Auch die Aufrechterhaltung des Betriebes durch Zwangsarbeiter wird behandelt. Ein Kapitel, dass man gern verschweigt.

Die Ausstellung gehört zu einer der besten, die im Rahmen des Themenjahres produziert wurden. Kein Wunder, wurde sie auch von einem erfahrenen Ausstellungsmacher recherchiert und gestaltet. Jemandem, der nicht in den gewohnten Wegen stapft. Sollten Sie also die Zeit haben, bis Ende des Jahres findet sich sicher ein Moment für etwas mehr Information über die Institution, die so schnell, wie nur wenige braun und zum Musterbetrieb gekürt wurden.

Was nicht ausbleibt ist leider solches: 

Foto: irgendwieJuna
Die Ausstellung ist in Deutsch gehalten, Flyer gibt es vor Ort auf Deutsch und Englisch, die Englischen Sprachversionen kann man sich per QR-Code holen.

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