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Limmudfestival 2013

So, es geht wieder los, die Anmeldung ist eröffnet. Nach einem Versuch, das Festival nach Berlin zu verlegen (Warum eigentlich?) ist es für dieses Jahr wieder am Werbellinsee. Auch ohne das übrigens eine Reise wert.

Meine eigene Einstellung hat sich nicht sonderlich geändert. Es ist immernoch nicht möglich für Nichtjuden teilzunehmen, nur, wenn der jüdische Partner teilnimmt, der Vater Jude ist (na immerhin, aber wer will das prüfen?) oder man in einem Gijur steckt (mit Angabe des Rabbinernamens)…nun ja, dass es viele aktive Gemeindemitglieder gibt, die nicht übertreten wollen/ können (oder eben keinen gijurfreundlichen Rabbiner zur Hand haben) wird noch immer außer Acht gelassen.

Sehr hübsch aus dem Newsletter:
„Ein Programmpunkt beim letzten Festival war das Speeddating und dies
recht erfolgreich… Im Februar wurde geheiratet! Und das ist nun eine
von drei bestätigten Hochzeiten des letzten Festivals! Das soll 2012
wiederholt werden. Diesmal sollen sich Interessierte, es wird wieder für
zwei verschiedene Altersgruppe angeboten werden, vorher anmelden und
zwar am Donnerstag vor Ort. Also, Single und über 18 Jahre?…“

So, das ist also die Gelegenheit! Wer will, wer will, wer hat noch nicht. Sehr wahrscheinlich ist an diesen vier Tagen die Wahrscheinlichkeit am größten, einen jüdischen Partner für die nächste Chupa zu finden. Wo sonst findet man soviele Juden in Deutschland auf einem Haufen, wenn es sich nicht um Pro-Israel Demonstrationen handelt. Ja, auch dort kann es funken. Gemeinsamer politischer Wille soll ja auch was wert sein, vermutlich schaut man dann dort aber auch zu tief in die Augen eines beseelten Extremchristen….. Am See in der Schorfheide ist es auch bestimmt romantischer….

Wenn das Wilhelm Pieck gewusst hätte. Die schöne Pionierrepublik…in der Hand der Religion…ach je, ich schweife ab.

2 Comments

  1. Chanukkakind Chanukkakind

    Ich persönlich (und noch ein paar andere) finde Limmud so toll, gerade weil es einem für ein paar Tage eine "normale" durchweg jüdische Umgebung bietet, in der man eben nicht "Exot" oder "bedrohte" Art oder "Museumsstück" oder sonstwas ist. Eine Umgebung, die einfach so "normal" ist, in der das Jüdischsein nicht weiter ungewöhnlich ist, weil alle es sind und auf die ich mich jedes Jahr immer wieder freue, denn Limmud ist wie Urlaub und Limmud macht Mut.
    Würde man Limmud für Nichtjuden öffnen (was sicherlich tolerant und "modern" wäre), ginge dieser Aspekt sicher bald verloren und ich weiß nicht, ob ich dann noch an Limmud teilnehmen würde, denn in dem Moment würde sich Limmud nur noch durch die Inhalte vom Alltag unterscheiden, nicht aber durch die Umgebung und das wäre schade, denn Nichtjuden hat man schon jeden Tag um sich und da ist es schön, wenn es noch kleine Oasen gibt, in denen man von Zeit zu Zeit auch einfach mal nur unter sich sein kann.

  2. Ich denke, Du hast mich missverstanden, liebes Chanukkakind, es geht mir nicht um irgendwelche Nichtjuden, sondern um aktive Beter in Gemeinden, deren Teilnahme dort gern gefördert und vor allem angenommen wird. Dieses Fall gab es letztes Jahr glaube ich und wird sicher nicht der Einzige sein.
    Und ehrlich gesagt, wage ich zu bezweifeln, dass die Herkunft wirklich geprüft wird, wenn ich die Frage: Sind Sie Jude? mit Ja beantworte 😉

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