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Reaktionen

Ist es schon Krieg, was gerade passiert in Israel?

Die letzten Tage noch in Hoffnung, alles möge sich lösen. Waffenruhen eingehalten werden und die Raketen aus Syrien tatsächlich nur Querschläger sein.

Gestern Abend die Nachricht, eine Rakete Richtung Tel Aviv, heute wieder. Hat man sich tatsächlich schon so sehr an die ganzen Raketen auf Sderot und andere Städte gewöhnt, die ja so oder so nicht von den Medien erwähnt werden, so dass natürlich der Eindruck entstehen muss, Israel feuere ganz ohne Grund und Spaß an der Freud auf andere Länder.
Tel Aviv schreckte mich auf. Das nun kann wirklich nicht mehr als Querschläger, als Versehen umgedeutet werden, abgefeuert von armen verzweifelten Menschen. Das ist gezielt und geplant und glücklicherweise nicht dort eingeschlagen, wo es passieren sollte. Doch es setzt Zeichen. Plötzlich ist der sogenannte „Konflikt“ wieder Thema – auch privat. Plötzlich ist die Angst um die Freunde im Land größer als zu üblichen Zeiten, in denen eben besagte Raketen gang und gäbe waren.

Die Reaktionen hier. Wie üblich. Es wird erwartet, dass ich eine Meinung habe. Ich – weil ich ja von dort bin. Bin ich zwar nicht, aber vermutlich hält man sich an die erstbesten Juden für die eine Meinungsseite und für den erstbesten Muslim für die andere Seite. Es wird (wie immer) erwartet, dass ich nur eine Position einnehmen kann – und vielleicht auch darf.
Heute Abend in der Synagoge wird mit Sicherheit etwas gesagt. Die Welt schaut auf Israel, wie es immer so schön heißt, heute abend zu diesem Schabbat wohl besonders. 

Auf meiner Facebookseite findet man keine Kommentare. Auch wechsel ich mein Profilbild wie inzwischen fast alle jüdischen Freude zu einer Israelfahne. Das ist jetz fast sekündlich passiert. Meine ganz eigene persönliche Reaktion ist die Angst um die Freunde, meine Freunde. Egal, woher, die einfach in Israel leben. Da ist Noa in Jerusalem, der ich so sehr wünsche, dort ihr Glück zu finden und ihren Frieden, und Eva in Beer Sheva, Arnon in Tel Aviv, wie auch Gilad, Uriel mit seiner Familie in Bat Yam, Ophir in Rishon LeZion, Chanoch mit seiner wunderbaren wachsenden Familie in Gan Yavneh ….an sie denke ich zurerst, wenn ich die Nachrichten lese. Ich will, dass sie sicher sind, es ihnen gut geht. Alles andere ist mir in diesem Moment egal.

1 kommentar

  1. NOA NOA

    Liebe Juna, DANKE, dass du auch an mich denkst.
    Ich bin o.k.
    Kann deine Gedanken aber gut brauchen.
    Bis dann
    Shavua tov
    Noa

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