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Wandel

Es ist still geworden hier in der letzten Zeit. Angefangen habe ich, über mein irgendwie jüdisches Leben zu schreiben, mit Blick auf meine Stadt meist unter diesem Blick. Will ich weiter diesem Anspruch, dieser Ursprungsidee gerecht werden, so wird es weiter still bleiben. Ich schreibe aber gern und habe inzwischen auch wieder die Augen auf, sehe Dinge, die ich im Kopf formuliere, hier aber nicht niederschreibe, sondern in Schubladen ablege. Ich habe überlegt, ein zweites Blog zu eröffnen und nur noch über Berlin, das Radfahren und die Welt zu schreiben.
Doch ich bin zum Entschluss gelangt, dass dies hier mein Buch ist. Irgendwie mein Lebensbuch. Zu diesem Leben gehört momentan auch, dass ich weniger jüdisch um mich blicke, dass mich andere Dinge bewegen, sie dominanter in meinen Gedanken sind. Deshalb werde ich weiter in diesem einen Buch schreiben. Jude sein heißt nicht, dass sich alles nur darum dreht. Es ist in mir, in meinen Ansichten, meinen Traditionen, Reaktionen und Kontakten. All das gehört zu mir.
So wird es also in Zukunft vielleicht mehr Geschichten geben, mehr Beobachtungen, aber weniger Jüdischkeit. Vielleicht wird es für den einen oder anderen Leser dadurch untinteressant. Das Buch aber wird weitergeführt. Ich hoffe, dass ich so meine Schreibblockade überwinde und mir dieses Buch auch wieder hilft, eine Leitlinie durch mein Leben zu werden.

Danke an die Kommentatoren und Zuschriften. Ich schreibe weiter – irgendwie jüdisch eben.

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