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Geschichten nebenbei…

Sie begegnen einem oft – so denke ich zumindest. Da dem aber offensichtlich nicht so ist, hier nun eine kleine Begegnung gestern.
Französische Reisegruppe…eine ältere Dame macht Pause neben mir und seufzt vor Erschöpfung…deutsche Worte fallen. Ich frage sie, ob sie erschöpft ist. Sie ist es. Zuviel NS-Thematik auf ihrer Reise in Berlin. Ihr ganzes Leben wird sie davon begleitet, es ist zuviel. Die Mutter in Auschwitz. Sie als Kind in Belgien bei einem Priester versteckt, zusammen mit anderen Kindern. Neben dem Haus in dem sie wohnten war die örtliche Gestapostelle. Sie konnte es im Nachhinein nicht glauben, man hätte es doch merken müssen. Vor ein paar Jahren kehrte sie an diesen Ort zurück und fragte nach. Es war so. Bevor der Priester abtransportiert werden konnte, warnte ein Gestapomann ihn, so dass er mit den Kindern untertauchen konnte. Sie sprach im höchstem Respekt vor diesem Mann, dessen Namen sie gern wüsste. „Stellen Sie sich vor, unter Einsatz seines Lebens hat er ihn gewarnt.“…ja, so gibt es immer Gutes unter dem Bösen.

Kleine Begegnungen eben….

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