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Ehrlich gesagt…

…ist es mir völlig egal, aus welcher Familie man stammt, um mit mir ins Geschäft zu kommen. Sei es nun privat oder beruflich. Im Gegenteil, will man sich gleich den Weg verbauen, startet man seine Vorstellung in etwa so: „Mein Name ist …, ich stamme auch aus einer jüdischen Familie und bin daher geeignet“….Bitte was? Nur weil der Dackel ihrer Urgroßmutter mal mit dem Pudel der Kohns rummachte?

Puh, das musste jetzt mal raus. Sind wir doch mal ehrlich. Jeder könnte irgendwo irgendwen jüdischen unter den Ahnen finden, wenn er denn wollte. Das sagt weder was über Eignung noch Gesinnung aus. Aber offensichtlich scheint so eine Einleitung zu wirken. Blöd nur, wenn man auf jemanden trifft, der sich sozusagen auskennt. Warum macht man das? Ich könnte ja auch mal so starten: „Mein Name ist Juna, ich stamme aus einer atheistischen Familie und bin daher geeignet“…wäre das nicht sehr merkwürdig? Wie dem auch sei, es ist einfach blödsinnig. Bitte bleiben lassen!

4 Comments

  1. Karl Karl

    Aber, wenn's doch funktioniert 🙂

  2. Hmm, liegt dann wohl am merkwürdigen Verhalten der nichtjüdischen Bevölkerung.

  3. Karl Karl

    Genau so kann man das Verhalten
    nennen : merkwürdig
    LG
    Karl

  4. Nicolai Nicolai

    Dieses Verhalten gibt es übrigens auch bei anderen Subkulturen mit meist vererbtem Zugehörigkeitsstatus:
    Kaum stellt man sich mal mit vollem Namen vor, muss man sich direkt anhören, dass die Ururgroßmutter väterlicher-mütterlicher-mütterlicherseits ebenfalls aus dem europäischen Adel stamme.
    Das Bedürfnis nach Gleichwertigkeit ist halt sehr stark. Und es gibt ja auch kaum ein blöderes Gefühl, als irgendwo nicht dazuzugehören…

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