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Seltsame Wesen

Gestern wunderte ich mich ob der seltsamen Gestalten, die durch die Stadt geistern. Nirgendwo sind nennenswerte Ferien, die Stadt ist wintergrau. Eigentlich könnte alles sehr gemütlich sein. Und dann, dann fährt man ahnungslos in seinem Tran Bahn und hört noch mehr Selbstdarstellung als sonst üblich (in gewissen Bezirken). Einer lauter als der andere, als wollen sie sich übertönen. Das dringt sogar durch die Musik, die ich inzwischen zu Abwehr gegen blödes Gelabere ständig in diesen Situationen hören. Es bleibt also nichts übrig, als es zu hören. Und dann die Erleuchtung. Es ist Berlinale. Man zieht über Menschen her, über das Festival, was sowieso nichts mehr ist, wie toll man selbst ist und dass man das eigentlich gar nicht mehr nötig habe und wenn nur käme, da die Partys gut seien, die Filme nicht…wo man alles unbedingt arbeiten soll, es dann aber doch nicht tut…vorher sich noch über die Höhe des ausgezahlten Harz IV aufregte…

Too much information? Irgendwie schon. Ich bin jedenfalls froh, wenn dieser Spuk wieder vorbei ist. Dann ist das Straßenkind auf dem Bahnsteig auch nicht mehr so verwirrt, wenn es nach Feuer fragt…und „alles plötzlich Ausländer sind“…

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