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Wieder da

Ich habe mir eine Auszeit genommen, eine sehr kurze, intensive Zeit des Nichtstuns, des wieder erdens, wieder in mir ankommens. Obwohl es nur ein paar Tage waren, merkte ich doch zum Ende, dass auch diese wenigen Tage ganz weit weg von Allem geholfen haben. Ich fühle wieder Kraft, bin nicht mehr nur müde, konnte wieder neue Gedanken kreisen lassen, Veränderungen denken. Habe reflektiert, gute Gespräche geführt und ja, bin eben einfach wieder in mir selbst angekommen.

Fast unglaubwürdig betrachte ich nun wieder das Treiben hier, die seltsamen Prioritäten, die die Menschen setzen und ihnen nachjagen, nur, um letztlich doch nicht glücklich werden zu können. Ich habe darüber nachgedacht, was man wirklich braucht, was ich wirklich brauche, um glücklich zu sein. Ja, etwas weniger Stress wäre schön, mehr Zeit für mich, vielleicht doch jede Woche einen Tag frei, eben einen Schabbat, wann immer dieser auch liegt. Aber sonst, sonst brauche ich nicht viel. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe, was ich bin.

Un dann stehe ich am Küchenfenster und sehe über die Berliner Dächer. Das Licht ist wunderschön an diesem spätsommerlichen Herbsttag. Ein frischer Tee in der Tasse, die ich aus der kleinen Töpferei mitbrachte, meine Auszeit in der Hand…und dann kommen sie, ich höre sie zuerst und dann in gleichmäßigem Flügelschlag…die Wildgänse. Sie ziehen. Ich sehe sie. Und ich bin glücklich.

1 kommentar

  1. Noa Noa

    Ach wie schoen, Juna, ich freue mich, dass du wieder da bist. Habe dich vermisst. Es hoert sich gut an, was zu berichtest und kann dich gut verstehen…
    Willkommen zurueck. Umarmung
    Noa 🙂

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