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Überfremdung

Ich staunte gestern nicht schlecht, als ich den Vorschlag hörte, Zuwanderungen von Menschen aus bestimmten (arabisch geprägten) Ländern zu beschränken. Ich hörte es allerdings diesmal aus deutschen – na gut, bayrischen – Landen. Und hätte ich gefrühstückt, wäre mir die Schrippe aus der Hand gefallen.

Was passiert hier eigentlich gerade? Eine geradezu hysterische Debatte über die Rede von Wulff, der doch gar nicht anzuheften ist. Er hat ja schließlich nicht gesagt, dass der Islam die Grundlade der deutschen Kultur ist. Lediglich die Tatsache, dass der Islam inzwischen zu unserem Land gehört wie Bier und Würste kann doch mal genannt werden. Lustig auch, wie plötzlich alle das Judentum ausgraben als Grundlage unserer Kultur. Sonst werden wir doch schlicht vergessen…Frage an besagte Politiker: Nennen Sie mir einen jüdischen Gelehrten, der nicht ab 1900 wirkte! Bin ja mal gespannt. Ich glaube, selbst ab 1900 wird es schwierig. Also, bitte hören Sie auf, uns vorzuschieben. Quasi als Rechtfertigung. Sonst sind wir Ihnen auch egal – und so schlecht finde ich das jetzt nicht. Aber eine Gegenüberstellung von Juden zu Moslems – neee, tut mir leid, nicht mit mir. Ich sehe die Stellung eher anders. Aber egal, wir waren bei der theoretisch runtergefallenen Schrippe.

Argument ist, dass die Menschen, die aus den Ländern zuwandern würden, sich nicht integrieren und weiter ihr Ding machen, als wären sie zuhause. Ich würde damit offiziell vorschlagen wollen, dass wir den Vorschlag Seehofers zunächst am kleinen Modell testen und damit die Welt nicht gleich aufschreit: innerdeutsch. Nehmen wir Berlin. Alles, was nicht aus Berlin kommt, sonder aus….hmm, Baden-Württemberg, Bayern (hier ganz besonders Schwaben!), Nordrhein-Westphalen, Niedersachsen, Hessen kommt, wird zurück geschickt, Einwanderungsstop für die Bewohner dieser Länder. Andere Länder dürfen einen Antrag stellen, der dann im Einzelfall entschieden wird. Grund des Stops: die Menschen dieser Länder fügen sich nicht in die Gepflogenheiten der Stadt ein, bauen sich selbst ihre Ghettos, vertreiben die Einwohner und leben ausschließlich ihre eigene Kultur, bringen religiöse Gepflogenheiten mit, die für Berlin unüblich und zum Großteil auch historisch unbekannt sind (Zuwachs an Katholiken). Sie bringen ihre eigenen Geschäfte mit und schädigen damit die lokale Wirtschaft. Sogar das Vokabular ändern sie. So heißt es eben heute nicht mehr Schrippe sonder Brötchen. Den lokalen Bewohnern begegnen sie mit Arroganz und Ignoranz. Alles in allem: dieser Zustand ist nicht mehr vertretbar. Es muss was getan werden!

So, Herr Seehofer und alle anderen verblendeten Gestalten, fangen wir hier mal an und dann können wir weiterreden. Vielleicht merken Sie dann, wie absurd Ihr Ansinnen ist. Spielen Sie nicht mit den Ängsten der Menschen auf so verantwortungslose Art und Weise. Glauben Sie allen Ernstes, eine türkischstämmige Familie hat keine Angst vor Arbeitslosigkeit, denken Sie wirklich, Libanesen müssen nicht auch fürchten, ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können? Und finden Sie wirklich, Familien in diversen Bezirken, die von Hartz IV leben (müssen) und ihren Kindern vermitteln, dass es nichts bringt, sich in der Schule anzustrengen, da sie eh keine Chance haben und mit Stütze sowieso besser leben, sind unsere Zukunft. Hören Sie auf, auf Herkunft zu schauen, sondern fördern Sie Bildung in allen Zweigen und fordern Sie das auch von ALLEN Menschen in Deutschland ein. Egal, woher sie kommen.

2 Comments

  1. Sven Sven

    Der orthodoxe Islam ist nicht irgendeine etwas andere Kultur, sondern eine totalitäre Ideologie in einer Reihe mit Kommunismus und Nationalsozialismus! Das er eine religiösen Kern hat, macht die Sache nicht besser, sondern nur noch viele schlimmer.

    Die Eroberung der Welt um überall die Scharia durchzusetzen, bei der Nichtmuslime bestenfalls Menschen zweiter Klasse sind, wenn sie etwa Atheisten sind, sie kein Lebensrecht haben, ist fester Bestandteil dieser Ideologie.

    Der Islam ist der dritte Totalitarismus, der die Welt bedroht!

    Sie haben überhaupt nichts verstanden, Juna! Sie gehören zu den ewig Gestrigen, die weltfremden, gefährlichen Träumereien anhängen.

  2. Und Sie, Sven, lesen mich nicht richtig, sonder nur das, was Sie lesen wollen. Ich habe nie gesagt, dass es mir egal ist, wer hier her kommt. Aber alle Generalverurteilung von Völkern widerspricht jeglichem aufgeklärten Geist. Wenn wir ein Zuwanderungsstop aus islamischen Ländern durchsetzen heißt das im Ende, dass wir auch Flüchtlingen aus diesen Ländern die Tore schließen. Und DAS ist nicht vertretbar. Denn DAS wurde schon mal gemacht. Man hat die Tore für deutsche Flüchtlinge geschlossen, egal, ob sie verfolgt waren. Im Gegenteil, man hat sie sogar zurückgeschickt, obwohl man wusste, dass sie in die Kammern gehen werden. Es gibt verdammt noch mal kein Schwarz und Weiß, es gibt sehr sehr viel dazwischen. Das zu sehen ist anstrengend und mit Sicherheit nicht einfach. Aber einfache Lösungen gibt es nicht. Ich vorverurteile Menschen nicht nach ihrer Herkunft, sondern nach ihrem Verhalten. Und letztlich, was tun wir denn mit unseren braven deutschen Jungen, die sich zu Terrorkämpfern ausbilden lassen? Darüber hat noch niemand nachgedacht. Denn sie haben ja eine deutsche Staatsbürgerschaft. Hmm, es ist eben nicht einfach.

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