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Leo Trepp z'l'

Nun ist es soweit, der letzte Rabbiner ist gegangen. Die ersten Bücher, die ich bewusst über das Judentum las, waren von ihm. Seine Gedanken haben mich immer begleitet. Denn er war keiner, der importiert wurde, er war noch einer der echten, der echten deutschen Rabbiner. Jeden Sommer kam er wieder nach Deutschland – bis zum Schluss. Er lehrte bis ganz zum Ende und war immer Inspiration.

Mit 97 Jahren darf man gehen – und dennoch, ich bin sprachlos, irgendwie leer. Seltsam, wie tief das geht. Eine der schönsten Begegnungen mit ihm war eine Hochzeit vor wenigen Jahren, eine Hochzeit in Berlin, eine Hochzeit mit zwei Rabbinern – die beide das Paar trauen wollten und sollten. Es war wunderbar. Sehr bewegend für uns alle in dieser kleinen Runde.

Er wird fehlen – überall.

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