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Eröffnung Gebäude „Topographie des Terrors“

Über zwanzig Jahre hat es gedauert, ein Bauanfang, einen Abriss später, soll nun heute (endlich) das Gebäude des Informationszentrums „Topographie des Terrors“ eröffnen. Ab morgen dann für die Öffentlichkeit. Das Gebäude in seinem grauen Mantel geht unter im grauen Gestein, das es umgibt. Ein riesiges Gelände, das nun aber komplett begehbar sein soll – auch außen. Auch wieder begehbar sollen die Kellerreste der ehemaligen Prinz-Albrecht-Straße sein. Die Mauern, die den Menschen, den offensichtlich so gesuchten, gewünschten Grusel bescheren, sehen sie sich doch in ihrer Phantasie in den Zellen der Prinz-Albrecht-Straße 8, dem Gestapo Hauptquartier. Das scheint wichtig zu sein. Nur, die Zellen waren im Südflügel der ehemaligen Kunstgewerbeschule und erst recht nicht im Keller. Aber nun ja, die Menschen scheinen es zu brauchen, den Grusel, das Grauen. Ich werde es wohl nie verstehen.

Nein, das ist mit Sicherheit keiner der kleinen Orte, die ich doch beschreiben wollte. Aber doch eine Erwähnung wert. Soweit ich hörte, wird es weiter eine Ausstellung sein, die man sich auch gedruckt zu hause im Buch oder als Katalog ansehen kann. Aber endlich kommt alles in einem Gebäude zusammen: Ausstellung, Archiv und Bibliothek. Das ist wichtig, wie ich finde. Mal sehen wie es wird, sobald sich der Trubel legt, werde ich einen Blick riskieren. Provokant gesagt, ist es ein Tätermuseum. Es ist keine Gedenkstätte und legt auch wert darauf. Schließlich war an diesem Ort die Zentrale des Terrors, der Ort des Terrors eben. Das Wort Terror hat heute nach 2001 für uns eine andere Bedeutung erhalten. Aber damals wußte jeder, was mit „Prinz Albrecht 8“ gemeint war. Dann geriet es in Vergessenheit.

Und zurück zur Architektur. Es ist von außen betrachtet für mich erschlagend. Nicht das Gebäude, aber diese Steine…Tonnen von grauem Gestein. Frau Rosh hätte da sicher kein Problem, zu erklären, dass das kein Ort zum spielen sei…es ist ein trüber Ort, grau in grau. Aber er ist Berliner Geschichte, Deutsche Geschichte und wird somit nach so langem „Provisorium“, das doch einen gewissen Charme hatte, wie ich finde, in einen „professionellen“ Ort verwandelt. Man darf gespannt sein.

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