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Garbáty adieu

Ja, lange standen die alten Hallen der Zigarettenfabrik Garbáty in Pankow leer. Es gab einige Versuche, aber irgendwie alles nur halbherzig. Das Waisenhaus, das ebenfalls auf dem Gelände an der Berliner Straße steht, war verkauft worden, ist nun Stiftungsinhalt mit privater Grundschule und Bibliothek – eine Rettung und geblieben für die Öffentlichkeit.
Zur Geschichte der Firma Garbáty, dessen Gründer das jüdische Pankow mit prägten gibt es hier einen schönen (kurzen) Überblick mit reichlich Bildmaterial.
Die Schauspielschule Ernst Busch war im Gespräch, die Räume zu nutzen. Meines Erachtens wäre das eine großartige Idee gewesen, den Ort wieder mit Leben zu füllen, die Hallen mit Kunst, Musik und jungen Menschen zu füllen. Ich bin mir ziemlich sicher, die Geschichte der Fabrik und ihrer Gebäude wäre so nicht untergegangen. Aber nun nimmt alles den Weg, den es wohl oder übel in Berlin jetzt immer gehen muss: Luxussanierung, Wohnungen…. Nun ja, Pankow wird über kurz oder lang wohl auch verlieren, was es mal hatte. Nicht die Studenten, die Lebenskünstler, das Leben…aber die Künstler, Maler, Schauspieler, Musiker…die sich wohl bald auch hier das Leben nicht mehr leisten werden können – ich auch nicht. Aber wir halten durch…

 
Die Bauarbeiten haben begonnen. Im Hintergrund ein Gebäude, rechts, ein anderes.

Luftansicht:


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