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Aus dem Konzept gebracht

Heute habe ich wieder mal etwas gelernt. Ein paar Vorbemerkungen:
Ich bin Berlinerin, und kann, so es sein soll, auch die viel gerühmte, und verfluchte Kotterschnauze herauskehren. Ich kann schimpfen, motzen, pöbeln. Mache es nur nie. Für mich ist es immer nur Notlösung, wenn offensichtlich keine andere Sprache hilft – naja, und wenn jemand meint, er muss jetzt unbedingt seine Pause auf dem Radweg machen.
Dennoch glaube ich einfach daran, dass man mit Freundlichkeit weiter kommt. Es macht das Leben doch schöner, wenn sich jemand freut, wenn man lächeln kann und angelächelt wird, wenn man einfach nur nett miteinerander umgeht. Es ist auch leichter, man grummelt nicht die ganze Zeit herum über irgendeine Kleinigkeit und überhaupt geht es einem besser. 

So durfte ich mal wieder Bekanntschaft mit sogenannter deutscher Bürokratie machen. Allerdings war das, was jetzt die letzten Wochen hinter mir liegt von außen schon als Schikane benannt worden. Auslöser eine Mitarbeiterin, nach deren Schema ich nicht funktionierte, sie damit irritierte und offensichtlich erboste. Die arme Frau hat sich so sehr hineingesteigert, dass sie einfach immer mehr gesucht hat, um mir zu schaden. Natürlich habe ich mich geärgert. Ihr aber immer klar und in Ruhe meine Standpunkte erklärt. Ich habe Fragen gestellt, warum sie welchen Weg gehen will (es hätte ja sein können, dass ich dann verstehe, warum sie etwas von mir fordert). Das hat sie ignoriert. Nun, was soll man da machen. Heute nun hatte ich einen direkten Termin mit dieser Dame. Da ich mich dank vieler solcher Menschen inzwischen in meinen Rechten und Pflichten sehr gut auskenne, bin ich entsprechend gelassen dorthin gegangen. Ich wurde angefaucht, habe nicht reagiert. Sie war nicht vorbereitet, ich habe ihr ruhig erklärt, was sie alles von mir wollte. Sie sagte ein paar Dinge, offensichtlich, um mich zu provozieren, es klappte nur nicht. Am Ende war sie nur noch irritiert, aber nicht mehr agressiv, provokant. Ich vermute, sie rechnete mit ihrem Verhalten auch auf meiner Seite. Ich blieb lediglich bei meinem Standpunkt, dass ich eben nicht alles machen müsse, was sie von mir verlangte, sie drohte, ich sagte, sie möge ihr Vorhaben gern ausführen.

Ergo, einfach freundlich und ruhig bleiben. Damit irritiert man solche Menschen, bietet keine Angriffsfläche. Ich glaube, diese Frau hat heute etwas zu denken. Jemand, der sich nicht einschüchtern und nicht provozieren ließ ist ihr sicher noch nicht begegnet. Es ist nicht das erste Mal, dass ich solchen Art Menschen so begegne – und offensichtlich scheint es eine gute Taktik zu sein. Ich freue mich, diese Lebenslektion gelernt zu haben.

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2 Comments

  1. Noa Noa

    ein guter Freund hat mir genau so einmal geraten. im umgang mit meiner schwester hatte ich jedes mal wegen ihrer frechheit und provokation die fassung verloren. An diesem Tag schaffte ich es. ich konnte mir von oben zuschauen, wie sie eine Falle nach der anderen auslegte, um mein Ausflippen zu erleben. es war so toll, sie einfach immer nur abprallen zu lassen, und zu erleben wie irritiert sie war. am ende des gespräches habe ich mich nicht – wie frueher – aufgeregt sondern hatte all meine energien zu verfügung, die ich sonst verpulvert haette. Ich fühlte mich gut. in keine der fallen bin ich gefallen.
    dazu ein kleiner spruch: was ist der unterschied zwischen schlauheit und intelligenz? – der schlaue befreit sich aus der Falle, in die der Ingelligente gar nicht erst reingefallen waere.
    shabbat shalom, chag chanukka sameach und : hast du toll gemacht, wirst sehen, nun geht es immer öfter, da du ein muster hast.
    Noa

  2. Liebe Noa,
    na, dann habe ich das ja richtig beobachtet. Leider habe ich inzwischen erfahren, dass diese Frau nicht aufgibt und weiter Geschütze auffährt. Für mich ein Zeichen, dass sie offensichtlich genug Zeit hat, sich da hineinzusteigern. Wir werden sehen. Ich behalte mit einen Termin mit ihrem Vorgesetzten vor, da das jeglicher Relation entbehrt.

    Nun aber Chanukka Sameach und dann auch noch Schabbat Schalom…

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