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No go area

Ich werde bald beruflich wechseln. Ich werde in einer Gegend arbeiten, die wohl allgemein als „No Go Area“ bezeichnet wird. Jedenfalls kann ich das aus dem schließen, was mir als Reaktionen entgegen schlägt. Ich habe viel darüber nachgedacht.
Ich denke, gerade deshalb werde ich dort arbeiten wollen. Ich habe keine Angst. Warum auch? Ich werde dort nicht leben wollen (schön ist die Gegend nun auch nicht), aber arbeiten und das gerne. Nein, kein Idealismus von wegen, was ändern wollen, Zeichen setzen. Dennoch denke ich, dass man eben gerade nicht solche Ecken der Stadt oder Welt meiden sollte.
Wie kann man Antipathien am besten begegnen? Durch wissen, kennen…darüber habe ich glaube ich schon mal gesprochen.
Man hat es durch die besagten Reaktionen geschafft, über etwas nachzudenken, was für mich vorher keine Rolle spielte. Aber nochmals. Es ist mir zehn Mal lieber, ich erkenne jemandens Gesinning von Außen, als diese versteckten „gesellschaftsfähigen“ Antipathien. Und ich spreche hier nicht nur von Antisemitismus, denn das ist nur ein kleiner Teil, ich spreche von Homophobie, von Antiziganismus, von Rassismus allgemein, von Hass und Abneigung auf sogenannte Minderheiten.
Ich lasse mich doch nicht einengen, nur weil einige Kleingeister nicht aus ihrem engen Schema entkommen können….

Achso, heute abend übrigens um 19:00 Uhr findet in der Synagoge Oranienburger Straße eine Podiumsdiskussion zu Antisemitismus in Deutschland statt. Der Eintritt ist frei:

PodiumsteilnehmerInnen:

  • Dr. Max Stadler, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium
  • Lorenz Maroldt, Chefredakteur des Tagesspiegel
  • Anetta Kahane, Gründerin und Vorstandsvorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung
  • Moderation: Dr. Petra Lidschreiber, Fernsehjournalistin und Leiterin des Ressorts Mittel- und Osteuropa des rbb

Einführung:

  • Levi Salomon, Beauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für die Bekämpfung des Antisemitismus 

Grußwort: Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

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2s Kommentare

  1. Anonym Anonym

    Davon würde ich mich auch nicht abschrecken lassen. Es darf in einem demokratischen Land solche Gebiete einfach nicht geben. Trotzdem wünsche ich dir alles Gute. Es wäre nämlich schade, wenn ich auf deine Art zu schreiben wegen eines Krankenaufenthalts deinerseits eine Weile verzichten müsste 🙂
    (Quatsch, so egoistisch bin ich gar nicht)

    Dieter L.

  2. Schoschana Schoschana

    "Es darf in einem demokratischen Land solche Gebiete einfach nicht geben."

    es gibt sie aber bereits und das schon länger. und nu?

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