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Ausstellungsrundgang „Herlinde Koelbl“


Es war mal wieder an der Zeit für einen Ausstellungsbesuch. Das Sommerwetter macht eine Pause, also die genutzt und ab in ein Gebäude. Heute: „Herlinde Koelbl: Fotografien 1976-2009“ Ich hörte schon, dass es eine nette Ausstellung sein sollte und erhoffte mir leerere Räume als in den anderen Ausstellungen im Haus. Ich mag es nicht, wenn man vor lauter Menschen nichts sieht, nicht stillhalten kann und vor allem keine Stille hat. Inzwischen habe ich mir schon angewöhnt, mit Musik auf den Ohren Ausstellungen zu besuchen…
Nun aber zur Ausstellung. Der Eintritt von 8 €, erm. 6 € ist doch reichlich hoch. Aber das bin ich ja nun schon dort gewohnt. Unter 16 Jahren aber kommt man kostenlos hinein, was natürlich sehr gut ist. Also, hier wieder zwei Seiten.
Die Räume sind nach Themen geordnet. Teilweise allerdings gehen mehrere Themen ineinander über, was unübersichtlich enden könnte…es ist nicht ganz klar, wie man am besten geht…ich persönlich folge einfach den Bildern, die mich berühren. Am linken Ende der Räume ist ein ganzer Saal nur den „Jüdischen Porträts“ gewidmet. Der Raum, der mich wider erwartend am meisten ergriff. Es sind weniger die Porträts selbst, man kennt sie meist. Es sind die Texte, die den jeweiligen Gesichtern gegenüber gestellt werden. Gern hätte ich mehr gesehen, gelesen. Des weiteren sind natürlich die „Starken Frauen“, die Kinderportraits (teilweise schon beängstigend, da ich mich fragte, was da noch wirklich Kind ist, traurige Augen wie ich fand), und nicht zuletzt die „Behausungen“ großartig. Dazwischen allerei anderes… Der Katalog für 20 € mit einem sehr guten Preis versehen. Allerdings erstaunte es mich doch, dass die Politikerporträts ihre Texte dabei hatten, die Jüdischen Porträts aber, um die es mir am meisten ging, gänzlich ohne auskommen sollen. Hier wurde wohl am falschen Ende eingespart. Der Katalog blieb dann auch dort und zog nicht bei mir ein.

Dennoch als Resümee: Es lohnt sich! Wie immer, wenn ich lächelnd aus dem Haus gehe, muss es gut gewesen sein.

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