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Auf der Suche….

Seltsam, ich dachte jetzt schon eine Weile über einen Titel für meinen Gedanken nach, den ich heute zu Computer bringen wollte. Mir schwirrte die ganze Zeit wieder die „zweite Generation“ oder besser dritte im Kopf herum und prompt gab es ein Kommentar zu einem Threat zum „Second Generation Sydrome“…hmm. Zufälle gibt’s.

Eigentlich wollte ich aber nur kurz erzählen, dass ich heute einer jungen, vielleicht 18jährigen, Spanierin helfen konnte, den Spuren ihres Großvaters zu folgen. Dieser war als Zwangsarbeiter in der Maschinenfabrik Gustav Appel. Ich konnte nicht allzuviel tun. Sie hatte den Namen Appel für die Fabrik…in den alten Addressbüchern Berlins haben wir aber die alte Adresse gefunden, die es auch heute noch gibt. Allein damit war sie zufrieden. Schwankend zwischen Tränen und Freude.
Es scheint mir nun, dass diese dritten, vielleicht auch schon vierten Generationen aus anderen Ländern auf die Suche gehen, die Enkel der Zwangsarbeiter, Gefangenen, Verfolgten. Meine bisherige Erfahrung ist, dass sie dies ohne Zorn tun. Sie wollten sehen, sein…an diesen Orten. Auch, wenn nichts mehr da ist.
Und oft frage ich mich, wie es wohl ist, wenn man solch ein kleines Puzzlestück in das Bild der Familie einfügen kann.
Einfache, für jeden zugängliche Informationen hatte ich hier schon einmal beschrieben. Eine Liste von Firmen, die Zwangsarbeiter in Berlin beschäftigten kann man hier finden. Auf den selben Seiten findet man auch Informationen zu Lagern etc. Ein kleiner Überblick kann hier gewonnen werden. Für den Laien meist ausreichend und für Situationen wie die meine heute schnell verfügbar und hilfreich.

In den nächsten Tagen wird dann ein junges Mädchen mit seinem Freund in der Päwesiner Straße in Spandau stehen…..

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