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Die Uni im Streik

…endlich regt sich etwas. Unzufriedenheit an aller Orten. War es früher noch schlicht der überfüllte Hörsaal, so ist es heute der Mangel an Freiheit in der Bildung. Verschulter Unterricht, Allgemeinbildung oder gar fachfremde Vorlesungen: keine Zeit. Es ist anstrengend geworden. Wissenschaft an der Universität, lernen, des lernen willens? Ich sehe schwarz.

Fachbereiche ohne wirtschaftlich wichtige Zukunft (z.B. Sozialwissenschaften) schrumpfen. Weiterführende Ausbildung ist nur noch auf Wirtschaft, Regierungsdienst ausgerichtet. Ich vermisse die Forschung, die Wissenschaft an sich.

Wenn man allgemein hört, daß das Studium z.B. der Erziehungswissenschaften heute sinnlos ist, da man damit nichts mehr anfangen kann, ist das mehr als bedauerlich. Es macht Angst. Lehrer kann man nur mit einem Master werden, ob man für diesen überhaupt angenommen wird ist fraglich. Also, was dann mit dem BA anfangen?

Nehmen wir Auslandsstipendien. Fulbright z.B. verlangt ein vier Jahresstudium. Bisher kein Problem. Der deutsche BA aber ist nur dreijährig. Also, keine Chance….

Nehmen wir Seminare. Alles ist vorgegeben, Literatur sogar schon vorgescannt, keine eigentständige Recherche mehr. Kein Lernen simpler wissenschaftlicher Anforderungen.

Man kann nur hoffen, an einer Uni studieren zu können, die selbst entschieden hat, einen anderen Weg zu gehen. Die Berliner gehören sicher nicht dazu.

War es früher schon schwer, Arbeit und Studium verbinden zu können, so ist es heute geradezu unmöglich, ausreichend arbeiten zu können. Konsequenz: die Mittelschicht muß draußen bleiben. Zuviel Geld für Bafög, zu wenig, um den Kindern das Studium zu finanzieren und zu wenig Zeit, sich selbst zu finanzieren….

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