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Eine Stadt

Wenn es mir schlecht geht, und das tat es in den letzten Monaten oft genug. Ein hoch und runter. Inzwischen zwar dominiert durch die Hochs aber dennoch….jeder kennt das. Ja, wenn es mir schlecht geht, ich nicht weiß, wohin mit mir, mit meinen Emotionen, dann ist die beste Therapie eben nicht das Gespräch mit Freunden, eimerweise Eiscreme, seltsamen Filmen….oder was es sonst noch gibt. Nein, es ist meine Stadt. Jeden Tag radel ich so viele Kilometer durch sie, um zu Uni, Arbeit und sonstwohin zu kommen und jeden Tag therapiert sie mich. Jeden Tag finde ich Schönes in ihrer Hässlichkeit, jeden Tag schafft sie es, mich zum Lächeln zu bringen, mir Energie zu geben, die Melancholie nicht zur Traurigkeit werden zu lassen. Sie gibt mir Ruhe, Zeit, Raum für mich und dennoch ist sie da, immer. Ich sehe die Menschen durch sie strömen, ich sehe sie am Wasser sitzen, in den Cafés und weiß doch auch, wie schon Berlin ist. Ich habe es nie vergessen und sehe es jeden Tag. Nein, wir können nicht mit historischen Gebäuden protzen, zu viele Sünden wurden in den letzten Jahren im Bau begangen…Aber das Herz, das Herz bleibt eben doch. Man muss es nur finden. Das Herz schlägt an so vielen Orten, für jeden an anderer Stelle. Es ist schön hier, es ist wild, aufregend, gelassen, großstädtisch, provinziell, schläfrig, lebending, verrückt und doch so konventionell…

Es ist eben mein zuhause, Berlin.


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