Zurück zum Content

Ausstellungsrundgang

Momentan ist das Wetter nicht gerade geeignet, die Vorlesungspausen im Freien zu verbringen. Also nutze ich die Zeit, einfach mal wieder ins Museum zu gehen. Gestern dann gleich zwei Ausstellungen (in einem Gebäude)

Zunächst:
Eine kleine, feine Ausstellung. Etwas zu dunkel im Umfeld, die Fotos recht klein. Es hätten gern ein paar mehr sein dürfen. So füllen sie vier Wände eines Saales in der zweiten Etage des Martin-Gropius-Baus in Berlin. Mein Gefühl war beim Betrachten der Bilder wieder dieser Pioniergeist aus den Anfangstagen Israels. Seltsam, da das nicht direkt thematisiert wird. Im Ohr waren mir die Erzählungen der Exilanten, von denen ich so viele Geschichten hören durfte, von Zeiten im Zelt beim Aufbau des Kibbuz, von Plänen und Träumen – und deren Enttäuschungen.
Wenn man also etwas Zeit hat, eine kleine Pause und gerade in der Gegend ist, einfach mal ein Auge auf die kleinen Sepiabilder werfen. Dass der Eintritt frei ist, sollte vielleicht auch noch erwähnt werden.

Da ich die Ausstellung viel zu klein eingeschätzt hatte, hatte ich noch viel Zeit. Nein, die „60 Jahre, 60 Werke“ muss ich mir nicht antun. Daher fiel meine Wahl auf:

Etwas überwältigt von der Fülle an Fresken ist dies eine Ausstellung, die mich tatsächlich überraschte, positiv. Ein besonderer Hinweis gilt den Beschriftungen in Braille. Ich wunderte mich schon, da sie nur an ausgewählten Objekten zu finden war. Inzwischen habe ich gesehen, daß es Tastführungen gibt, für Kinder und Erwachsene. Eine gute Idee! Es scheint fast, daß sich die Museumswelt inzwischen bewußt wird, daß alle Menschen Ausstellungen besuchen können und wollen – auch, wenn sie besondere Bedürfnisse haben. Im JMB kann ich mich entsinnen, daß wir anfänglich auch Blinden die Möglichkeit gaben, das Modell des Hauses zu betasten, um einen Eindruck zu gewinnen. Allerdings gibt es das Modell nicht mehr und somit auch nicht diese Möglichkeit. Für diese Ausstellung braucht man Zeit, Zeit vor allem, die Wichtigkeit dieser Gegend zu erfassen. Ein anderes Bild ergab sich für mich durch die Vermischung der griechischen und römischen Kunst. Ich bin begeistert – dabei war der Besuch doch nur zweite Wahl. Einen Wehrmutstropfen gibt es allerdings: der Preis. Acht Euro für das Ticket sind sehr viel Geld. Eine Möglichkeit wäre noch ein Kombiticket mit den „60 Jahre“ für 12 € oder dann, nach der Eröffnung mit „Le Corbusier“ für 14 €.

Mal sehen, was ich demnächst an Ausstellungen entdecken werde. Ich werde weiter berichten.

Gebloggt mit Flock Browser

Gib als erster einen Kommentar ab

irgendwie kommentieren