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Topf und Söhne geräumt

Am Wochenende laß ich eine kurze Notiz in der FAZ, daß das Gelände der Firma Topf & Söhne Erfurt geräumt wurde. Nun, an sich nichts besonderes. Industriebrachen gibt es zuhauf. Und heute in Zeiten der Krise auch erstaunlich, daß noch gebaut wird. Nun aber ist dieser Industriestandort nicht irgendeiner.
Das Jüdische Museum Berlin zeigte 2005 unter dem Titel „Techniker der Endlösung – Topf & Söhne. Die Ofenbauer von Auschwitz“ eine Ausstellung. Im Begleitprogramm, so erinnere ich mich, war auch schon einmal die Rede davon, wie das Gelände nutzbar sei. Wie man es nutzen könne. Hierzu auch interessant diese Seite des Förderkreises Geschichtsort Topf & Söhne.

Was nun wohl aber kommt, ist der Abriss der noch stehenden Häuser und der Bau von Wohnungen. Ein Gedenkort sei auch geplant. Mal sehen, wie dieser aussehen wird. Aber was mich viel mehr herumtreibt: Wer möchte bitte wohnen, wo die Öfen von Auschwitz gebaut wurden? Wo unter anderem eine Grundlage für die massenhafte Vernichtung gelegt wurde… Hätte es denn wirklich keine andere Möglichkeit gegeben?

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