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Deutsch – oder nicht deutsch?

Da geht es durch die Presse: Deutsch als Landessprache soll ins Grundgesetz. Da fragt man sich nun, was IST deutsch? Zählen Dialekte auch oder müssen wir jetzt per Gesetz alle Hochdeutsch sprechen? Da hätten wohl die südlichen Bundesmitglieder ein paar Probleme….Diese Diskussion – oder auch nicht- Diskussion ist für mich ein Zeichen, dass es für die Initiatoren offensichtlich keine drängenderen Probleme gibt.

Aber wenn wir schon mal dabei sind, redet irgendjemand darüber, dass kaum noch gelesen wird?

Was passiert hier? Leben ohne Bücher? Unverständlich für mich. Es gibt doch ein gutes Netz an Bibliotheken – man muss nicht alles kaufen. Und dank der Buchpreisbindung werden in Deutschland auch mehr Bücher als überall sonst gedruckt – so sollte doch für jeden etwas dabei sein…. Wie kann man Kinder begeistern und sie zu Leseratten machen? Zeit ist natürlich das Wichtigste, Vorbildfunktion – wenn Eltern lesen, werden die Kinder es auch tun… Sollte man nicht eher die politische Diskussion darauf konzentrieren? Denn durch Lesen fördert man die Sprachfähigkeit und vor allem auch die Schreibkompetenz…

2 Kommentare

  1. Neulich sprach ich mit einem Kollegen darüber, dass ein nächster logischer Schritt für das Zusammenwachsen Europas eine gemeinsame Sprache sei. Irgendwie bin ich offen dafür, gleich, welche Sprache es sein würde. Ich denke, die Welt ist zu klein geworden für Nationaldenken (wobei Kultur wieder etwas anderes ist, jedoch sich auch nicht Wandel verschließen sollte – was sie ja auch nur vereinzelt tut…).

  2. Ich finde das einen netten Gedanken, aber irgendwie unrealistisch. Was würde aus den gewachsenen Sprachen, die bisher in den einzelnen Ländern existieren? Und würde man eine ganz neue Sprache erfinden oder in Kauf nehmen, dass es eine gemeinsame Sprache gibt, in der einige sich mit muttersprachlicher Kompetenz ausdrücken können, während andere erst mal gar nichts sagen oder verstehen können?

    Die Mehrsprachigkeit ist vielleicht anstrengend, aber ich finde sie wichtig. Alleine zu verstehen, dass ein Begriff nicht unbedingt vollständig zu übersetzen ist (–> Bedeutungsfelder) ist eine Abstraktionsleistung und macht das Denken flexibler.

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