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Die HU und die Schüler – die zukünftigen Studenten?

In verschiedener Form wurde bereits darüber berichtet. Die Demonstranten, die gestern gegen die Zustände des Schulsystems in Deutschland, resp. Berlin, demonstrierten stürmten zum Teil auch die HU und zerstörten dort die Ausstellung „Verraten und verkauft. Jüdische Unternehmen in Berlin 1933-1945“

Skandal wird gerufen, Empörung wird laut. Wären diese Rufe auch so laut, wenn es sich um eine andere Ausstellung handelte? Ein Skandal ist es, daß überhaupt etwas zerstört werden konnte! Nicht nur die Ausstellung wurde zerstört, Fenster wurden eingeworfen und ich möchte nicht wissen, was noch. Fakt ist, daß sich in jede Demonstration Gestalten mischen, denen es nicht um das Thema geht. Gestalten, die lediglich Gelegenheit suchen zu zerstören, Gewalt gegen was auch immer auszuüben und hoffen, daß sie in der Menge untergehen und ihr Tun sogar noch positiv gewertet wird.

Wenn ich mir die Menge gestern ansehe, wage ich zaghaft zu bezweifeln, ob nicht manch einer die Demonstration schlicht der Schule vorgezogen hat. Sind wir doch mal ehrlich, der Durchschnittsschüler freut sich über ausfallende Stunden und fragt nicht, was er dadurch verliert. Durch solche Ausreißer wie gestern aber, wird das Gesamtanliegen geschädigt. Das ist schade und soll so nicht sein…. Ich bin gespannt, ob mehr als eine Entschuldigung kommt. Angebracht wäre eine Sammlung unter den Demonstranten, daß die Ausstellung wieder hergestellt werden kann. Das wäre ein Zeichen! Danke an „Jüdisches Berlin“ für den Hinweis auf ein Video bei Spiegel. Dazu braucht es wohl nicht vieler Worte….

Nachtrag Presseerklärung der HU:

„Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Gewalt, auch nicht für Gewalt gegen Sachen. Die Humboldt-Universität wird gemeinsam mit den Verantwortlichen im Land Berlin dafür sorgen, dass die Freiheit der öffentlichen Rede an einer Universität nicht von denen missbraucht wird, die diese Freiheit im Grunde abschaffen wollen. Die Ausstellung wird so bald als möglich komplett wiederhergestellt. Auf einer zusätzlichen Schautafel wird über den unerträglichen Angriff auf die freiheitliche Ordnung dieses Landes informiert und die Position der Universität dazu unmissverständlich klargelegt.“

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