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Die Moschee in Pankow

Jetzt ist es schon zehn Tage her, daß die Moschee hier in Pankow eröffnete. Bevor ich wieder herzog habe ich, wie viele andere sicher auch, viel über das Theater im Vorfeld des Baus gehört. Untschreiben sie doch nur, was ein Kommentator hier schon angemerkt hat. Gefreut habe ich mich dennoch, daß die Eröffnung hier doch sehr ruhig ablief und die großen Proteste ausblieben. Ein paar Unbelehrbare muß es ja immer geben.

Jedenfalls habe ich den Rohbau damals noch, dann auch nur per Zufall entdeckt. Die Lage ist nicht schön. Die umstehenden Gebäude gewinnen nur durch den schönen schlichten Bau mit silberner Kuppel. Wenn man vom Berliner Ring über Pankow in die Stadt fährt, liegt sie auf der linken Seite. Wenn man von der S-Bahn Pankow Richtung Heinersdorf über die Granitzstraße kommt, hat man wohl den besten Blick. Hinter einem bekannten amerikanischen Hähnchenbrutzler schimmert die Kuppel. Ich muß einfach mal ein Foto machen…. es sieht irgendwie skuril aus.

Über die Seite des Vereins kann man sich informieren, Bilder sehen und vor allem auch die Freitagsansprachen lesen. Die G’ttesdienste sind generell öffentlich, die Ansprachen werden auf Deutsch gehalten. Dort gibt es unter Presse auch eine Zusammenstellung der Pressestimmen, um sich ein Bild zu machen.

Wovor nun die Heinersdorfer solche Angst haben ist mir schleierhaft. Seltsam war auch, daß der Herr, der gern von den Medien zum Thema „Anti-Moschee“ informiert wurde, hatte im Hintergrund ein sehr großes christliches Kreuz hängen. Ich will nicht behaupten, daß dort ein Zusammenhang besteht. Denn wenn er fest in seinem Glauben ist, weshalb hat er Angst? Wird Konkurrenz im Missionieren befürchtet? Ja, ich weiß, ich bin zynisch. Dennoch, die Frage bleibt.
Mal sehen, wie es weitergeht. Die Eröffnung führte m.E. nur noch zu einem Aufbäumen, letztem Zucken der Gegner. Ich werde die Angelegenheit weiter im Auge behalten.

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